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Deutschland spart

20.07.2007  16:06 Uhr

Deutschland spart

PZ / Die Gesundheitsreformen der letzten Jahre haben sicherlich nicht jeden glücklich gemacht. Sie haben aber in jedem Fall die Kosten reduziert. Nach einer aktuellen OECD-Untersuchung ist Deutschland bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit vom dritten auf den zehnten Platz abgerutscht. Mit 3287 US-Dollar pro Kopf und Jahr (2005) liegt die Bundesrepublik weit hinter Spitzenreiter USA (6401 Dollar). Wegen der relativ schwachen Konjunktur im Erhebungsjahr 2005 lag Deutschland gemessen am Bruttoinlandsprodukt mit 10,7 Prozent allerdings auf dem dritten Platz. Relativ klein ist dabei mit 15,2 Prozent der Anteil der Arzneimittelausgaben. Im Schnitt wenden die OECD-Staaten 17,2 Prozent ihrer Gesundheitsausgaben für Arzneimittel auf. Überdurchschnittlich hoch ist dagegen die Zahl der niedergelassenen Ärzte (3,4 pro 1000 Einwohner). im Schnitt kommen die OECD-Staaten lediglich auf 3,0. Weit über dem Schnitt liegt mit 6,4 pro 1000 Einwohnern die Zahl der Krankenhausbetten. Der Mittelwert aller dreißig Mitgliedsstaaten beträgt hier 3,9 Betten. Nur ein wenig höher als der OECD-Durchschnitt ist mit 80,5 Jahren die Lebenserwartung in Deutschland. Hier liegt Japan mit 82 Jahren deutlich an der Spitze.

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