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Biosimilars

Marktwert verdreifacht sich bis 2020

08.07.2015
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Von Ev Tebroke / Die Zeichen für den globalen Biosimilars-Markt stehen auf Wachstum: Den Pharmamarkt-Analysten von GBI Research zufolge wird der Marktwert dieser Medikamente in fünf Jahren weltweit bereits bei 55 Milliarden Dollar (rund 50 Milliarden Euro) liegen.

 

Für Ende 2015 ist mit einer Summe von rund 20 Milliarden Dollar (rund 18 Milliarden Euro) zu rechnen. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Gründe für diese positive Einschätzung sind demnach gut gefüllte Pipelines der Pharmakonzerne und die politischen Bestrebungen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen.

 

Nach Angabe der Experten laufen aktuell weltweit 642 Studien mit insgesamt 146 Biosimilars. 36 Prozent dieser Nachahmer von Biopharmazeutika kommen in der Onkologie zum Einsatz, 21 Prozent in der Immunologie. Damit laufen mehr als die Hälfte aller Studien in diesen Therapiegebieten.

 

»Ursprünglich standen einfache Proteine, wie Filgrastim und Epoetin im Fokus der biosimilaren Entwicklung«, so Sumith Ladda, Analyst bei GBI Research. Mittlerweile liege der Entwicklungsschwerpunkt aber bei komplexen monoklonalen Antikörpern, denn viele Original-Biopharmazeutika dieser Wirkstoffgruppe laufen demnächst aus dem Patent, darunter etliche Blockbuster.

 

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat Ladda zufolge weltweit die weitreichendsten Guidelines zu Biosimilars. Länder wie Japan, China und Südkorea hätten ihre danach ausgerichtet. Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA finalisierte ihre Richtlinien im Jahr 2014 und ließ mit Zarxio® (Filgrastim) das erste Biosimlar im März 2015 zu. /

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