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Gesundheitssektor schafft Wachstum

09.07.2014
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Von Anna Hohle / Die Gesundheitsbranche wird in Deutschland zunehmend zum Wachstumstreiber. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren eines Gutachtens, das die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Iris Gleicke (SPD), am Montag in Berlin vorgestellt hat.

 

Der Untersuchung zufolge sind die Ausgaben der Deutschen im Bereich Gesundheit zwischen 2005 und 2012 um 25,1 Prozent auf zuletzt 271 Milliarden Euro gestiegen. Insgesamt sei die Branche jedes Jahr um rund 2,7 Prozent gewachsen, so die Studienautoren. Das sind 0,6 Prozent mehr als das durchschnittliche Wachstum der deutschen Gesamtwirtschaft.

 

Volkswirtschaftlich bekommt das Geschäft mit der Gesundheit durch diese Entwicklung eine immer größere Bedeutung: Im Jahr 2012 trug die Gesundheitswirtschaft der Untersuchung zufolge rund 259,2 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung bei und machte somit einen Anteil von mehr als 11 Prozent am deutschen Bruttoinlandsprodukt aus – ein neuer Rekordwert.

 

Dieser Trend sorgt auch für ein Plus an Arbeitsplätzen rund um das Thema Gesundheit. 2012 seien knapp 6 Millionen Menschen in Deutschland in der Gesundheitswirtschaft etwa als Ärzte, Apotheker, Krankenpfleger, aber auch als Bürokraft, Techniker oder Transportarbeiter beschäftigt gewesen, heißt es in der Untersuchung. Das entspricht einem Anteil von 14,5 Prozent aller Beschäftigten. Auch hier gilt den Studienautoren zufolge: Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitssektor ist mit einem Plus von zuletzt 1,8 Prozent pro Jahr doppelt so schnell gewachsen wie in der Gesamtwirtschaft. /

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