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Für Homöopathie-Anwender zählt Erfahrung mehr als Evidenz

08.07.2014
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Von Daniela Biermann / Wirksamkeitsnachweis? Den brauchen die meisten Homöopathie-Anwender nicht. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Homöopathie-Union (DHU) unter 1000 erwachsenen Deutschen hervor.

 

52 Prozent derjenigen, die schon einmal ein homöopathisches Arzneimittel verwendet hatten, gaben darin an, dass positive Erfahrungen der Anwender ein ausreichender Beleg für die Wirksamkeit eines Arzneimittel sind, während 39 Prozent wissenschaftliche Untersuchungen fordern.

Erstaunlicherweise halten signifikant mehr Personen mit mittlerem Schulabschluss, Abitur oder Studium Wirksamkeitsstudien für entbehrlich als Hauptschulabsolventen (68 Prozent versus 32 Prozent).

 

Bei den Unter-30-Jährigen ist die Skepsis deutlich größer als bei Älteren. 51 Prozent von ihnen wollen Studien sehen, 49 Prozent reichen Erfahrungswerte. Frauen vertrauen der Homöopathie eher als Männer und wenden sie auch häufiger an. 60 Prozent der Befragten halten die Kritik an der alternativen Heilmethode für überzogen. Andererseits finden 51 Prozent die Kritik hilfreich für Menschen, die noch keine Erfahrungen mit Homöopathie haben. Nur 37 Prozent empfinden die Berichterstattung in den Medien als meist sachlich und aufklärend. 34 Prozent fühlen sich bevormundet. / 

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