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Studienreise

Auf geht’s nach Meran

30.06.2014
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Von Juliane Borchardt, Ursula Gerber und Julia Schlischewski, Meran / Pharmaziestudenten aus Frankfurt, Bonn und Düsseldorf hatten dieses Jahr die Möglichkeit, am Pharmacon-Kongress in Meran teilzunehmen. Ein kurzer Rückblick.

Im sonnigen Südtirol angekommen, bot sich uns eine große Vielfalt an Vorträgen zu den Schwerpunkten Haut, Hormone und Zentralnervensystem. Zu diesem Themenkomplex informierten renommierte Referenten nicht nur über die Grundlagen einer Krankheit wie Multiple Sklerose, sondern auch über aktuelle Forschungsergebnisse.

 

Der Eröffnungsvortrag stimmte auf das aktuelle Thema der Datensicherheit ein und gewährte einen Blick über den Tellerrand. Der Geschäftsführer des Gottlieb Duttweiler Instituts, Dr. David Bosshart, zeigte Potenzial, Gefahren und die Gewissheit auf, dass der Umgang mit persönlichen Daten noch zunehmen wird und dass auch Apotheker diese Entwicklung beobachten und nutzen sollten.

 

Pharmazeutisch-wissenschaftlich ging es weiter. Das zum Beginn des Sommers relevante Thema »Moderne Sonnenschutzprodukte« stellte Professor Dr. Rolf Daniels von der Uni Tübingen als anspruchsvolle Aufgabe für Offizinapotheker dar und gab praxisnahe Empfehlungen für die Beratung. Eindrucksvoll stellte Professor Dr. Kristina Friedland von der Uni Erlangen das Thema Burnout vor, das immer häufiger auch Thema in den Apotheken ist. Sie grenzte diese Erkrankung zum Beispiel von der Diagnose Depression ab.

 

Neu zugelassene und kurz vor der Zulassung stehende Arzneimittel wurden uns von Dr. Hermann Liekfeld, Mülheim an der Ruhr, und Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz von der Uni Frankfurt am Main anschaulich vorgestellt und bezüglich ihrer Praxisrelevanz eingestuft.

 

Bei den Diskussionsrunden nach den Vorträgen konnten wir unser theoretisches Wissen erweitern und erhielten Einblicke in den Praxisalltag. Unter anderem wurde die zunehmende Relevanz der Pharmazeutischen Betreuung betont, die wir heutzutage schon an der Universität in Form des Studienfachs Klinische Pharmazie nahegebracht bekommen und als baldige Apotheker in der Apotheke noch intensiver etablieren können.´

 

Hoch hinaus

 

Doch es wurde nicht nur gelernt. Neben einer interessanten Stadtführung durch die Meraner Altstadt erwartete uns an einem Abend eine Einladung des Govi-Verlags. Mit der Seilbahn ging es hinauf zur Hochmuth und anschließend in den nahegelegenen Gasthof. Dort konnten sich die Studierenden der drei Universitäten in einem landestypischen Ambiente untereinander austauschen. Auch die Präsentation der Firma Biotest, tags darauf, mit anschließendem Beisammensitzen ermöglichte uns, Pharmazeuten aus der Industrie zu unseren Anliegen zu befragen.

 

Es war ein lehrreicher Fortbildungskongress und die Fahrt nach Meran wird uns allen in bester Erinnerung bleiben. Deswegen bedanken wir uns im Namen der Studenten der Universitäten Bonn, Düsseldorf und Frankfurt bei der Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker und dem Govi-Verlag.

 

Die Frankfurter Studenten bedanken sich zudem bei der Goethe-Universität Frankfurt, insbesondere den Professoren Dingermann und Schubert-Zsilavecz, sowie der Frankfurter Pharmazieschule und deren privaten Sponsoren. Ebenfalls danken wir dem Apothekerrechenzentrum, der Firma Biotest und Astrid Kaiser für die gute Organisation sowie Dr. Miriam Ude und Dr. Christian Ude, die diese Reise mit uns angetreten haben.

 

Die Studenten aus Bonn und Düsseldorf sprechen ihren Dank gegenüber der Apothekerkammer Nordrhein und der Apotheker- und Ärztebank aus, ohne deren Finanzierung diese Exkursion nicht stattgefunden hätte. Der Dank gilt ebenso Professor Dr. Gerd Bendas und Professor Dr. Claus Martin Paßreiter, die diese Exkursion an den Universitäten unterstützen und fördern, sowie Navin Sarin, Maria Niesing und Ursula Gerber für die Organisation der Reise vorab und vor Ort in Meran. /

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