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Rifampicin-Sirup vorübergehend nicht lieferbar

25.06.2014  09:37 Uhr

PZ / Der Rifampicin-haltige Sirup Eremfat® wird ab Ende Juli 2014 vorübergehend nicht lieferbar sein. Der Grund dafür ist eine notwendige Änderung im Herstellungsprozess, wie Hersteller Riemser mitteilt. Wann das Präparat wieder zur Verfügung stehen werde, sei derzeit nicht abschätzbar.

 

Eremfat-Sirup ist eine päd­iatrische Darreichungsform des vorwiegend gegen Mykobakterien eingesetzten Antibiotikums Rifampicin und wird unter anderem zur Behandlung von Patienten mit Tuberkulose und zur Meningitis-Prophylaxe eingesetzt. 

Außer Eremfat ist in Deutschland kein weiterer Rifampicin-Sirup auf dem Markt. Riemser nennt als mögliche Alternative für Kinder ab sechs Jahren Eremfat-Filmtabletten, die in den Stärken 150 mg, 300 mg, 450 mg und 600 mg erhältlich sind. Alternativ könne auf in Deutschland nicht zugelassene päd­iatrische Rifampicin-Präparate aus dem europäischen Ausland zurückgegriffen werden. Zur Meningitis-Prophylaxe können laut einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts Kinder unter zwölf Jahren alternativ einmalig 125 mg Ceftriaxon intramuskulär erhalten, Kinder über zwölf Jahre einmalig 250 mg. /

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