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Therapie von Parkinson-Patienten sollte mit Levodopa beginnen

18.06.2014
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Von Daniela Biermann / In der Langzeitbehandlung neu diagnostizierter Parkinson-Patienten verhilft Levodopa zu besserer Mobilität und Lebensqualität als Dopamin-Agonisten und Monoamin­oxidase-Hemmer vom Typ B (MAO-B-Hemmer). Das hat die bislang größte klinische Studie zur Parkinson-Behandlung ergeben, die jetzt im Fachjournal »The Lancet« erschien (doi: 10.1016/S0140-6736(14)60683-8).

Der sogenannten PDMED-Studie zufolge treten bei langjähriger Gabe von Levodopa zwar öfter Symptome auf wie unwillentliche Muskelspasmen (Dyskinesien) und Bewegungsprobleme als bei Dopamin-Agonisten und MAO-B-Hemmern. Dagegen kommt es unter diesen Arzneistoffen häufiger zu Übelkeit, Halluzinationen, Ödemen und Schlafstörungen. Hinsichtlich der Häufigkeit von Demenzerkrankungen, Klinikeinweisungen und Todesfällen unterschieden sich die Therapieregimes nicht voneinander.

An der Untersuchung nahmen 1620 Patienten mit Parkinson im Frühstadium teil, die Levodopa oder einen Wirkstoff der genannten Arzneimittelklassen als Erstbehandlung erhielten. Bis zu sieben Jahre lang (im Mittel drei) füllten die Patienten Fragebögen zu ihrer Beweglichkeit und Lebensqualität aus. Die Vorteile von Levodopa waren bescheiden, aber anhaltend. Die Pa­tienten fühlten sich mit Levodopa aufgrund ihrer Erkrankung weniger stigmatisiert, hatten weniger kognitive Einbußen und fühlten sich besser, trotz häufiger auftretender Muskelspasmen. Nur 2 Prozent brachen die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen ab im Gegensatz zu 28 Prozent unter Dopamin-Agonisten und 23 Prozent unter MAO-B-Hemmern.

 

»Auch wenn die Unterschiede, die für Levodopa sprechen, klein sind, ist der alte Arzneistoff immer noch die beste Starttherapie für die meisten Patienten, wenn man kurz- und langfristige Vorteile, Nebenwirkungen, Lebensqualität und Kosten in Betracht zieht«, so das Fazit von Studienleiter Professor Dr. Richard Gray von der Universität Oxford. Derzeit würden die meisten Patienten jünger als 70 Jahre zuerst mit den teureren Dopamin-Agonisten behandelt, um Levodopa-assoziierte motorische Störungen zu vermeiden. Levodopa eigne sich jedoch für alle Altersgruppen besser. /

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