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Medizinticker

19.06.2006
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Tödliche Umweltverschmutzung

Rund 13 Millionen Menschen sterben nach einer WHO-Studie pro Jahr an Umweltbelastungen. Diese lösen demnach etwa ein Viertel aller Krankheiten aus. Hierzu zählen Durchfall (1,7 Millionen Tote), Infektionen der Atemwege (1,5 Millionen) und Malaria (1 Million), aber auch Lungenerkrankungen (1,3 Millionen). Vier Millionen Menschen, zumeist in Entwicklungsländern, könnten bei der Vermeidung von Umweltrisiken im Jahr gerettet werden, schreibt die WHO. Gegenmaßnahmen könnten neben einer besseren Wasserwirtschaft auch mehr Hygiene, entsprechende Baumaßnahmen und ein vorsichtiger Umgang mit Brennstoffen und giftigen Stoffen im Haushalt sein. dpa

Ärzte fordern Impfpflicht

Auf Grund der Masern-Epidemie in Nordrhein-Westfalen haben nun führende Ärzte- und Wissenschaftsverbände gefordert, eine gesetzliche Impfpflicht für Kinder in Deutschland einzuführen. Kinder sollten nur dann Kindergärten und Schulen besuchen dürfen, wenn sie alle empfohlenen Schutzimpfungen nachweisen können, regten die Präsidenten von zwölf ärztlichen Vereinigungen in einer gemeinsamen Erklärung an. Die Kindergarten- und Schulgesetze müssten jetzt so geändert werden, dass adäquate Impfraten erreicht werden, heißt es in dem Schreiben. Nach Angaben der Verbände lehnen etwa 3 Prozent aller deutschen Eltern Impfungen grundsätzlich ab, obwohl sie damit auch andere Kinder gefährden, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. dpa

Herzcheck in Deutschland

Herzinfarkt und Schlaganfall führen weiterhin die Todesfallstatistik an. Die Präventionskampagne »Deutschland macht den Herzcheck« soll über die Themen Herzgesundheit und Vorbeugen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufklären. Die nächsten Veranstaltung der von der Internationalen Gesellschaft für Prävention initiierten Kampagne finden unter anderem in Bad Homburg, Rostock, Schwerin, Berlin, Hamburg Köln und Bremen statt. Informationen zu der Kampagne erhalten Interessierte unter der kostenlosen Hotline (08 00) 0 23 60 28. PZ

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