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26.07.2013  13:07 Uhr

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Anis: Heilpflanze des Jahres 2014

PZ/dpa / Die Heilpflanze des Jahres 2014 ist Anis. Gekürt wurde Pimpinella anisum im Rahmen des 10. Heilkräuter-Fachsymposiums im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau (Sachsen). Darüber informierte der Naturheilverein NHV Theophrastus in einer Pressemitteilung. »Die reinigenden Tendenzen der Anisfrüchte ? blähungstreibend, verdauungsfördernd und schleimlösend ? können viele chronische Krankheiten positiv beeinflussen«, begründet ein Jury-Mitglied seine Entscheidung. Für stillende Mütter ist Anis Milchfluss anregend. Bekannt ist das markante Gewürz seit der Antike vor allem in Backwaren, aber auch in alkoholischen Spezialitäten wie im griechischen Ouzo oder türkischen Raki. Der NHV benennt seit 2003 die Heilpflanze des Jahres mit dem Ziel, naturkundliches Wissen zu bewahren. Sieger des Vorjahres war die Damaszener-Rose (Rosa damascena).

 

Alzheimer-Medikamente beugen Herzinfarkt vor


PZ / Die Cholinesterase-Hemmer Donepezil, Rivastigmin und Galantamin, die zur Behandlung von Patienten mit Alzheimer-Demenz eingesetzt werden, haben einen positiven Nebeneffekt auf das Herz-Kreislauf-System. Das zeigen Daten des schwedischen Demenzregisters, die Forscher der Universität Umeå ausgewertet haben (doi: 10.1093/eurheartj/eht182). Wie die Wissenschaftler um Peter Nordström im »European Heart Journal« schreiben, war die Einnahme von Cholinesterase-Hemmern dosisabhängig mit einem reduzierten Herzinfarkt- und Sterberisiko assoziiert. Der Auswertung zufolge hatten Patienten unter Cholinesterase-Inhibitoren ein um 34 Prozent niedrigeres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder zu sterben als Alzheimer-Patienten ohne diese Medikation. Andere Risikofaktoren wie Alter, Lebensumstände, kardiovaskuläre Vorerkrankungen sowie die Einnahme von Antihypertensiva und Antidiabetika hatten die Forscher bei der Berechnung berücksichtigt. Die untersuchten Alzheimer-Medikamente hemmen den Abbau des Neurotransmitters Acetylcholin. Dadurch steigt der Vagotonus ? eine Nebenwirkung, die den kardioprotektiven Effekt der Arzneistoffe erklären könnte. Als weiteren möglichen Wirkmechanismus schlagen die Autoren entzündungshemmende Eigenschaften vor, die den Cholinesterase-Hemmern zugeschrieben werden.

 

GBA: Kein Zusatznutzen für Dapagliflozin


PZ / Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat bekanntgegeben, dass er für das orale Antidiabetikum Dapagliflozin (Forxiga®) keinen Zusatznutzen zur Behandlung von Typ-2-Diabetikern im Vergleich zur zweckmäßigen Standardtherapie sieht. Das melden die enttäuschten Hersteller Bristol-Myers Squibb und AstraZeneca.Dapagliflozin ist der erste in Europa zugelassene Vertreter der SGLT-2-Inhibitoren. Sein Wirkmechanismus ist unabhängig von der Insulinaus­schüttung und Insulinwirkung im Körper. Dapagliflozin hemmt in der Niere selektiv SGLT-2, einen Natrium-abhängigen Glucose-Co-Transporter. Hierdurch wird überschüssige Glucose mit dem Urin ausgeschieden, was zu einer Reduktion der Blut­zuckerwerte führt. /

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