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PKV plant Umbruch

10.06.2008
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PKV plant Umbruch

dpa / Mit radikalen Reform-Ideen stellen sich Teile der Versicherungsbranche auf massive Veränderungen bei der Privaten Krankenversicherung ein. Nach einem Bericht der »Financial Times Deutschland« (Dienstag) dringen große Konzerne wie Allianz, Axa und Ergo auf die Einführung einer Einheitsversicherung mit Grundschutz für alle Einwohner. Die Private Krankenvollversicherung, der 8,55 Millionen Menschen angehören, stehe nach diesen Vorstellungen auf dem Prüfstand, schreibt das Blatt. In der Branche seien entsprechende Überlegungen aber höchst umstritten. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) wies zurück, dass Unternehmen des Verbands die PKV in ihrer jetzigen Form abschaffen wollten. Die Zeitung berief sich unwidersprochen auf ein Arbeitspapier, das im Auftrag des Präsidiums des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erstellt worden sei. Die Versicherer würden dem Bericht zufolge nach dem neuen Konzept Einheitsprämien unabhängig von Alter und Geschlecht berechnen. Die Grundsicherung wäre für alle (entsprechend dem SPD-Konzept einer Bürgerversicherung) verpflichtend. Langfristig sehe der Vorschlag die Aufhebung der Trennung zwischen gesetzlichen und privaten Kassen vor. Die Privaten würden Zusatzversicherungen für Zusatzleistungen anbieten. GDV-Sprecher Peter Schwark sagte der dpa in Berlin, als Teil eines innerverbandlichen Diskussionsprozesses würden verschiedene Szenarien durchgespielt. Es gebe aber keine entsprechende Position des Verbandes.

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