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Fotowettbewerb

Die gelbe Wanne als Rodelbob

27.05.2008
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Fotowettbewerb

Die gelbe Wanne als Rodelbob

PZ / Das Ergebnis war überwältigend. Mehr als 120 Apothekerinnen, Apotheker, pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte setzten die Anzag-Lieferwanne mit viel Fantasie in Szene. Nun wurden die Sieger des Fotowettbewerbs der Pharmazeutischen Zeitung und der Andreae-Noris Zahn AG gekürt.

 

Die Jury hatte keine leichte Aufgabe zu lösen, als sie am 28. April in Frankfurt am Main zusammensaß und den Gewinner des ungewöhnlichen Fotowettbewerbs bestimmen sollte. ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf, der vielfache Fotopreisträger Uli Staiger, Anzag-Vorstand Dr. Thomas Trümper und Professor Dr. Hartmut Morck, Chefredakteur der Pharmazeutischen Zeitung (PZ), taten sich schwer, den Sieger zu ermitteln. Der Fotowettbewerb unter dem Motto »Die gelbe Wanne mal anders« gehört zur Imagekampagne der Anzag, die die Lieferwanne in ungewohnter Weise »zweckentfremdet« - als Weinregal, Basketballkorb, Leselampe, DJ-Tisch und Schweißerhaube. Jedes Motiv steht für einen Leistungsbereich des Frankfurter Pharmagroßhändlers.

 

Nach der Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen erreichten die Organisatoren zahlreiche Anrufe. »Dürfen auch mehrere Wannen im Motiv vorkommen?« oder die Bitte um Teilnahme als Nicht-Anzag-Kunde, was selbstverständlich möglich war. Insgesamt beteiligten sich über 120 Apothekerinnen und Apotheker sowie pharmazeutische Mitarbeiter an dem ersten gemeinsamen Fotowettbewerb von PZ und Anzag. Da zahlreiche Teilnehmer mehrere Motive einreichten, lässt sich dies ohne Weiteres mit vier oder fünf multiplizieren, um die Anzahl der Motive zu ermitteln. Eine Zusendung bestand gar aus 74 Bildern. »Die große Zahl der Beiträge ist ein Beweis dafür, dass sich die Apotheker mit dem Pharmagroßhandel identifizieren«, sagte Heinz-Günter Wolf in der Jurysitzung. »Die vielen guten Ideen deuten darauf hin, dass die Leistungen der Anzag gut ankommen«, so der Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

 

Die Wanne setzte ungeahnte kreative Kräfte frei. So wurden mehrere gelbe Lieferwannen zu einem Ruderboot. Die Deckel waren an einer Stange befestigt und fungierten als Paddel. Kinderbadewanne, Schaukel, Blumenkasten, Aquarium, Mauersteine einer Häuserwand, professionelle Fernsehkamera, Vogelkäfig, Seifenkiste bei einem Rennen, Dusche, Sonnenuhr, Chefsessel oder Fotolabor, die Vielfalt der Ideen war überwältigend. Professor Morck sieht darin ein Indiz, dass »die selbstständige Apotheke trotz veränderter Marktbedingungen auf einem guten Weg ist. Denn mit kreativen Ideen können auch in Zeiten des Wandels gute Geschäfte gemacht werden.« Die Beispiele zeigen auch die Bandbreite der Motive. »Es war alles dabei: von der schlichten Fotografie bis zur hervorragenden Bildkomposition«, sagte der Profi-Fotograf Uli Staiger. Die Jury hatte dadurch die Qual der Wahl. Entscheidend war nicht die bildtechnische Umsetzung wie korrekte Bildaufteilung und Belichtung, sondern die Idee: Lustige, innovative, spannende, traurige oder sonstige ungewöhnliche Fotos wurden in die engere Wahl gezogen.

 

Schließlich kürte die Jury Bernd Schinschel aus der Kronen-Apotheke in Castrop-Rauxel zum Sieger. Er funktionierte die gelbe Wanne zu einem Rodelbob um, der samt Insassen in einem atemberaubenden Sprung die Piste überfliegt. »Kurz zuvor war ich mit meinem Sohn tatsächlich rodeln. Als ich dann in der PZ über den Wettbewerb las, kam mir die Idee ganz spontan«, sagte Schinschel.

 

Hobbyfotograf gewinnt ersten Preis

 

Er gewann eine Kreativreise im Wert von 2000 Euro. Der Apotheker ist Hobbyfotograf. Eine Teilnahme war für ihn daher logisch. »Dass ein Pharmagroßhändler zu einem solchen Fotowettbewerb aufrief, fand ich sehr spannend«, so Schinschel.

 

Zwei weitere Motive überzeugten die Jury. Auf den zweiten Platz kam das Motiv von Apothekerin Karin Arand von der Lithen-Apotheke in Heiligenstadt. Ein Kind schützt sich mit der gelben Lieferwanne vor dem Regen. Ihr Slogan »Wir lassen Sie nicht im Regen stehen« unterstreicht die Funktion der gelben Wanne als Regenschirm. Karin Arend wurde mit einer digitalen Spiegelreflexkamera im Wert von 1000 Euro belohnt. Carsten Hase, angestellter Apotheker der Friedrich-Wilhelm- Apotheke in Braunschweig, verwandelte die gelbe Wanne in einen PC, baute ein CD-Laufwerk ein und simulierte alle Funktionselemente eines Computers. Diese Detailarbeit belegte den dritten Rang samt der Teilnahme am Managementkongress der PZ im November auf Mallorca im Wert von 450 Euro.

 

Anzag-Vorstand Trümper war beeindruckt: »Ich muss meine Anerkennung aussprechen, mit welchem Engagement Apothekenmitarbeiter an dem Wettbewerb teilgenommen haben. Das zeigt, dass im schwieriger werdenden Apothekenmarkt neben Umsatz- und Ertragsstreben auch noch Freude herrscht.« Aufgrund des großen Erfolges und der positiven Resonanz überlegen die Organisatoren, ob der Wettbewerb 2009 wiederholt wird.

 

Eine Auswahl der besten Motive ist zu finden unter www.anzag.de/de/unternehmen/imagekampagne/ergebnis-fotowettbewerb.

 

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