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WHO will Transfette aus Lebensmitteln verbannen

23.05.2018
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Von Christina Hohmann-Jeddi / Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Ziel, industriell gefertigte Trans­fette weltweit aus der Lebensmittelproduktion zu entfernen. Einen entsprechenden Plan mit dem Namen REPLACE stellte die Organisation in Genf vor.

 

Dadurch könnten Leben ­gerettet werden, heißt es in einer Mitteilung der WHO. Ihr zufolge gingen jährlich geschätzte 500 000 kardio­vaskuläre Todesfälle weltweit auf die Aufnahme von Transfetten zurück. Die Hauptquelle von diesen sind gehärtete Pflanzenfette wie Margarine oder Frittier- und Backfette. Enthalten sind sie dementsprechend auch in Fertigbackwaren wie Blätterteig oder Keksen, in Fertiggerichten und salzigen Snacks.

Der Plan enthält verschiedene Schritte: Zunächst sollten Regierungen sich eine Übersicht über Transfett-Quellen und benötigte Regulierungen verschaffen. Dann sollten sie den Ersatz von Transfetten durch gesündere Alternativen fördern, entsprechende Vorschriften einführen und den Gehalt von Transfetten in verarbeiteten ­Lebensmitteln prüfen.

 

Einige Industriestaaten wie Dänemark, Finnland oder die Schweiz konnten bereits durch Höchstgrenzen für Transfette in Lebensmitteln diese weitestgehend aus der Lebensmittelproduktion entfernen. Nun sollten auch finanziell schwächere Länder nachziehen. Deutschland setzt bislang auf das Freiwilligkeitsprinzip vonseiten der Industrie; einen Grenzwert gibt es nicht.

 

In den Jahren 2019 bis 2023 sollen Transfette aus Lebensmitteln verschwinden, so die WHO. Der Mitteilung zufolge sollten die Fettsäuren nicht mehr als 1 Prozent der Gesamtenergieaufnahme ausmachen. Eine Ernährung mit hohem Transfettgehalt lasse das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 21 Prozent und die kardiovaskuläre Mortalität um 28 Prozent steigen. Transfette erhöhen nachweislich den LDL-Cholesterin-Spiegel. Sie werden außerdem mit verstärkter Inflammation und endothelialer Dysfunktion in Verbindung gebracht. »Warum sollten unsere Kinder eine solch unsichere Zutat in ihrem Essen haben?«, fragt WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus. /

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