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Bei Wetterfühligkeit Kreislaufproblemen vorbeugen

23.05.2018
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Von Daniela Hüttemann, Hamburg / Viele chronisch kranke Menschen haben das Gefühl, dass das Wetter ihre Symptome beeinflusst. Das sei durchaus ernst zu nehmen, hieß es auf einer Pressever­anstaltung der Firma Schwabe in Hamburg. Insbesondere bei Herz-Kreislauf-Patienten könne sich der Körper oft nicht schnell genug an einen Wetterwechsel anpassen.

 

Dr. Rainer Stange, bis vor Kurzem leitender Arzt der Abteilung für Naturheilkunde im Immanuel-Krankenhaus Berlin, empfahl Abhärtung: Bei extremen Wetterlagen sollten Herz-Kreislauf- Pa­tienten zwar besser zu Hause bleiben. 

»Bei nassem, schwülem oder kaltem Wetter sollten sie sich aber durchaus bewusst mit moderater Aktivität draußen der Witterung aussetzen.« Die Studienlage spreche auch für Wärme- oder Kälte­anwendungen wie Kneipp-Kuren, Sauna oder Infrarotbehandlungen, ­jeweils nach Rücksprache mit dem Arzt.

 

Als phytotherapeutische Alternative nannte Stange hoch dosierte Weißdorn-Extrakte (zweimal täglich 450 mg): »Sie lindern bei Herz-Kreislauf-Patienten ­Beschwerden wie Erschöpfung, Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Schwellungen der Beine, die sich wetterbedingt verstärken können.« Allerdings sei mit einem Wirkeintritt meist erst nach vier bis sechs Wochen zu rechnen. Wer bei Wärme unter Kreislaufproblemen leide, solle also zum Ende des Winters beziehungsweise rechtzeitig vor einer Reise beginnen. In Absprache mit dem Arzt sei die Einnahme aufgrund kaum zu erwartender Wechselwirkungen auch zusammen mit der ­bestehenden Herzmedikation möglich. /

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