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Schlafapnoe

Sicherheitswarnung zu Atemtherapie

20.05.2015
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Von Annette Mende / Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt aktuell vor einem Sicherheitsrisiko für bestimmte Patienten, das mit der Anwendung von Atemgeräten bei Schlafapnoe verbunden ist.

 

Die vorläufige Auswertung einer Studie des Herstellers ResMed habe ergeben, dass Patienten mit symp­tomatisch-chronischer systolischer Herzinsuffizienz (NYHA 2 bis 4) mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (≤ 45 Prozent) und moderater bis schwerer prädominant zen­traler Schlafapnoe bei Benutzung von Atemtherapiegeräten ein um 33,5 Prozent erhöhtes Sterberisiko haben. Die Patienten wurden in der Studie SERVE-HF mittels adaptiver Servoventilation (ASV) therapiert, erhielten also eine individuell auf sie abgestimmte Atem­unterstützung.

 

Womit die erhöhte Sterblichkeit zusammenhängt und ob auch die Geräte anderer Hersteller diesen Effekt auslösen können, ist momentan noch unklar. Sicherheitshalber empfiehlt ResMed, Patienten mit der beschriebenen Form der Herzinsuffizienz von der ASV-Therapie auszuschließen. Betroffene, die bereits eine solche Therapie erhalten, sollten schnell ihren behandelnden Arzt aufsuchen, um nach einer erneuten Untersuchung die Behandlung zu beenden.

 

Sobald es neue Erkenntnisse zu diesem Sachverhalt gibt, will das BfArM diese bekannt geben. Ärzten wird empfohlen, sich mit Fragen direkt an ResMed beziehungsweise den Hersteller des jeweiligen Geräts oder an ihre medizinische Fachgesellschaft zu wenden. /

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