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Diabetes

FDA warnt vor Ketoazidosen unter SGLT-2-Hemmern

20.05.2015
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Von Daniela Hüttemann / Neuere Anti­diabetika vom Typ der SGLT-2-Hemmer wie Dapagliflozin,Canagliflozin und Empagliflozin können zu einer Ketoazidose führen.

 

Davor warnt jetzt die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA und kündigt an, den Zusammenhang näher zu untersuchen. 

Typ-2-Diabetiker, die ein Medikament aus dieser Wirkstoffklasse einnehmen, sollten jedoch schon jetzt auf Anzeichen einer Ketoazidose, einer lebensgefährlichen Übersäuerung des Blutes, achten. Dazu zählen Atembeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Verwirrung sowie ungewöhnliche Müdigkeit oder Erschöpfung. Bei solchen Symptomen sollten sie ihren Arzt aufsuchen, ihre antidiabetische Medikation jedoch nicht eigenmächtig ändern. Falls sich ein Azidose-Verdacht bestätigt, sollte der eingenommene SGLT-2-Hemmer abgesetzt, Maßnahmen gegen die Übersäuerung ergriffen und der Blutzucker anderweitig kontrolliert werden.

 

SGLT-2-Inhibitoren hemmen den Natrium-abhängigen Glucose- Co-Transporter (SGLT-2) in den Nieren, was zu einer vermehrten Ausscheidung von Glucose über den Harn führt. Bislang wird in den deutschen Fachinformationen nicht vor einer durch diese Substanzklasse ausgelösten Keto­azi­dose gewarnt. /

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