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Lebenserwartung steigt weltweit

21.05.2014
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dpa / Weltweit haben heute viel mehr Kinder die Aussicht auf ein langes Leben als früher. Ein 2012 geborenes Kind wird nach Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Durchschnitt sechs Jahre älter als ein Mensch, der 1990 zur Welt kam. 

Dies sei maßgeblich durch Erfolge im Kampf gegen Kindersterblichkeit und gegen eine Reihe von Krankheiten erreicht worden, teilte die WHO vergangene Woche in Genf bei der Vorlage ihrer Weltgesundheitsstatistik 2014 mit. Den Daten zufolge wird ein 2012 geborenes Mädchen im Durchschnitt 73 Jahre alt werden, ein Junge 68 Jahre.

Damit werden Frauen nach wie vor älter als Männer – im internationalen Durchschnitt um 4,6 Jahre. Bei den Frauen steht Japan mit durchschnittlich 87 Jahren an der Spitze, bei den Männern ist es Island mit 81 Jahren. Die Statistik bezieht sich auf Vorhersagen für den Geburtsjahrgang 2012. Deutschland gehört im Weltvergleich mit 83 Jahren bei den Frauen und 78 Jahren bei den Männern nicht zur Gruppe der Top Ten. Die Menschen in der Bundes­republik leben im Durchschnitt aber immerhin um fünf Jahre länger als noch 1990, nämlich 81 statt 76 Jahre.

 

Die weitaus größten Fortschritte wurden zwischen 1990 und 2012 in den armen Regionen der Welt erreicht: Um neun Jahre stieg laut WHO die prognostizierte Lebens­erwartung in Entwicklungsländern. »Ein wichtiger Grund ist, dass heute viel weniger Kinder sterben, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreichen«, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Auch große Erfolge bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Tuberkulose oder Krebs, aber auch Verbesserungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage trugen zum weltweiten Trend des Älterwerdens bei.

 

Die besten Ergebnisse konnten Liberia (eine Zunahme von 20 Jahren), in Äthiopien (plus 19 Jahre), auf den Malediven (plus 19 Jahre) und in Kambodscha (plus 18 Jahre) verzeichnet werden. »Jedoch gibt es immer noch eine tiefe Kluft zwischen Arm und Reich«, sagte die WHO-Chefin. »Menschen in Ländern mit hohen Einkommen haben eine viel bessere Chance, lange zu leben, als jene in Ländern mit geringen Einkommen.« / 

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