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22.05.2012
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Neue Rabattverträge

 

PZ / Der Krankenkassendienstleister GWQ ServicePlus hat in der fünften Ausschreibungsrunde die Zuschläge für 84 Wirkstoffe oder Kombinationen erteilt. Das Unternehmen verhandelt stellvertretend für 43 Krankenkassen mit insgesamt 7,4 Millionen Versicherten, darunter die Bahn-BKK, die IKK Südwest und die Hanseatische Krankenkasse. Die Ausschreibung umfasst ein jährliches Umsatzvolumen von 90 Millionen Euro. 61 Wirkstoffe werden exklusiv von einem Generikahersteller beliefert. Bei 23 Wirkstoffen erhielten jeweils drei Hersteller den Zuschlag. Olanzapin wird zum Beispiel von 1A Pharma, Actavis und Aurobindo-Pharma beliefert; Valsartan von AL, Hexal und Stada. Für Phenprocoumon hat Hexal das Exklusiv-Lieferrecht bekommen. Die meisten Zuschläge erhielten Stada (21) und die Tochterfirma Aliud Pharma (16) sowie Hexal (20) mit der Tochterfirma 1A Pharma (16). Die neuen Rabattverträge sollen zum 1. Juli in Kraft treten.

 

Trümper bleibt Phagro-Chef

 

PZ / Der Bundesverband des Pharmazeutischen Großhandels (Phagro) hat seinen Vorsitzenden im Amt bestätigt. Dr. Thomas Trümper bleibt für zwei weitere Jahre Phagro-Chef. Dies entschied die Mitgliederversammlung des Großhändlerverbands am 16. Mai in Kiel. Trümper, hauptberuflich Vorstandsvorsitzender der Andreae-Noris Zahn AG (Anzag), steht bereits seit 2006 an der Phagro-Spitze. Er hatte sich dafür eingesetzt, die Großhandelsspanne in den Jahren 2011 und 2012 in zwei Schritten umzustellen. Sie besteht nun aus einer preisabhängigen Komponente von 3,15 Prozent und einem Fixzuschlag von 70 Cent pro Arzneimittelpackung. Bei den Verbandesmitgliedern konnte Trümper mit der Durchsetzung dieser Honorierung sicher punkten. Bei den Apothekern eher nicht, denn die neue Großhandelspreisverordnung hat die Konditionen für die Apotheker deutlich verschlechtert. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde Trümpers Stellvertreter, Ralph-D. Schüller von Ebert und Jacobi und alle weiteren Vorstandsmitglieder.

 

AOK vergibt Zuschläge

 

PZ / Die AOK hat in der achten Ausschreibungsrunde die Zuschläge für neue Rabattverträge erteilt. 39 Bieter und Bietergemeinschaften nahmen an der Ausschreibung teil. 14 von ihnen bekamen nun die Zusagen für das exklusive Lieferrecht, darunter sowohl Generikahersteller als auch forschende Pharmaunternehmen. Insgesamt vergab die AOK diesmal Zuschläge für 18 Wirkstoffe mit einem Gesamtumsatzvolumen von 550 Millionen Euro pro Jahr. In einem Fall verzögert sich die Vergabe wegen »interner Abläufe«: Für die Hormonkombination aus Levonorgestrel und Ethinylestradiol wurde noch kein Zuschlag erteilt. Im Falle des Neuroleptikums Olanzapin wird die AOK zukünftig exklusiv von dem Generikahersteller Heumann Pharma beliefert. Das Nürnberger Unternehmen gehört seit 2005 zur indischen Torrent Group. In der vergangenen Ausschreibungsrunde hatte die AOK keinen Zuschlag für den Wirkstoff vergeben. Grund war, dass viele Bieter das Mittel nicht in der exakten Darreichungsform des Originalpräparats hergestellt hatten und somit laut AOK kein Wettbewerb möglich war. Allein das Umsatzvolumen von Olanzapin beträgt laut AOK 148 Millionen Euro pro Jahr. Die neuen Verträge treten nach Aussage der AOK im Oktober 2012 in Kraft und gelten bis September 2014.

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