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Kooperative für regionalen Rx-Versand

16.05.2018
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Von Jennifer Evans / Der Marketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA) spricht sich zwar für ein generelles Rx-Versandverbot aus, will den Versand verschreibungspflichtiger Arzneimittel in strukturschwachen Gegenden aber zulassen. Das geht aus einem Positionspapier des MVDA hervor.

 

In der Apothekenlandschaft der Zukunft sieht der MVDA die Offizin als »zentrale Versorgungsdrehscheibe«. Demnach soll der Apotheker künftig auch weitere Aufgaben mit Blick auf Prävention, Versorgung von Chronikern und zur Entlastungen der Ärzte übernehmen. Laut Positionspapier sind damit regelmäßige Medikationskontrollen, pharmazeutisches Home Care für immobile Patienten und labordiagnostische Unterstützung gemeint. Einführen will der MVDA auch das sogenannte Chroniker-Rezept.

 

Ärztliche Leistungen könnten »substituiert werden, wenn sie nicht zwingend durch einen Arzt erbracht werden müssen«, heißt es. Nach Ansicht des Vereins kann sogar ein Arzt-Patienten-Gespräch über eine gesicherte telemedizinische Leitung direkt in der Apotheke erfolgen. Die digitalen Möglichkeiten sollten die landärztliche Versorgung unterstützen. Dazu gehört für den MVDA ebenfalls, den Rx-Versand als Alternative in strukturschwachen Gegenden zu erlauben. Dieser sollte jedoch auf einen »Umkreis von etwa 25 Kilometern« um eine Offizin herum begrenzt sein. Diesen Ansatz sieht die Apothekerkooperative als einen Ausweg aus der »systemgefährdenden politischen Versandhandelsdebatte«. /

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