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Patientensicherheit

Klinikapotheke erhält Auszeichnung

09.05.2018
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Von Daniela Hüttemann / Beim Deutschen Preis für Patientensicherheit hat in diesem Jahr die Apotheke des Klinikums der Universität München den zweiten Platz belegt.

 

Für das Projekt »MARIAM – Mehr Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) durch Identifizierung von Risikofaktoren bei der Arzneimittelanamnese an der Schnittstelle ambulant/stationär« nahm am 3. Mai die Leiterin der Klinikapotheke, Monika Andraschko, den mit 6000 Euro dotierten Preis in Berlin entgegen. Im Rahmen des Projekts führen Krankenhausapotheker vor Operationen eine Arzneimittelanamnese durch. Sie prüfen auch, ob bei den Patienten Risikofaktoren wie eingeschränkte Nierenfunktion, EKG-Veränderungen, hohe anticholinerge Last oder eine Antibiotika-Allergie vorliegen, die die Operation, die Narkose oder die Arzneimitteltherapiesicherheit gefährden könnten, lobt das Aktionsbündnis Patientensicherheit.

 

Der erste Platz geht an das Kompetenzzentrum Mikrobiologie und Hygiene der St. Franziskus-Stiftung Münster. Das 22-köpfige interdisziplinäre Team unter Beteiligung von Pharmazeuten unterstützt alle 15 Krankenhäuser der Stiftung bei ihrem Infektionsmanagement. Das Kompetenzzentrum nimmt eine Vielzahl von Aufgaben wahr, um Infektionen zu vermeiden und bestmöglich zu behandeln, wie etwa auch die Steuerung der Antibiotika-Versorgung. Den dritten Preis erhält die Deutsche Atemwegsliga für das Projekt »Die Verbesserung und Sicherheit inhalativer Medikamente durch ubiquitär verfügbare Filme«. Dabei stellt die Fachgesellschaft Videos zur korrekten Anwendung von inhalativen Arzneimitteln auf Youtube kostenlos und frei zugänglich zur Verfügung. /

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