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Winkler tritt nicht als ABDA-Sprecher an

07.05.2013
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Von Brigitte M. Gensthaler und Stephanie Schersch / Sven Winkler tritt nun doch nicht als neuer Pressesprecher der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände an. Das gab die ABDA am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. Die Entscheidung sei nach einem Gespräch zwischen Winkler und ABDA-Hauptgeschäftsführer Sebastian Schmitz getroffen worden, hieß es. Eigentlich hätte Winkler zum 1. Mai die ABDA-Stabsststelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen sollen.

Hintergrund dieser Entwicklung sind Vorwürfe gegen Winkler, die in Medienberichten und Internet-Foren laut geworden waren. Darin war ihm unterstellt worden, sein vorheriger Arbeitgeber, das Helmholtz Zentrum in München, habe ihm fristlos gekündigt. Winkler habe erläutert, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht den Tatsachen entsprächen, hieß es bei der ABDA. »Die ABDA hat Herrn Winkler als ausgewiesenen und anerkannten Experten in der Gesundheits- und Politikkommunikation kennengelernt, der die Verbandsarbeit mit seinem Fachwissen deutlich verstärkt hätte.« Man bedauere die aktuelle Entwicklung sehr. Aufgrund der Medienberichte und der Diskussionen in deren Internet-Foren sei nach Einschätzung beider Seiten ein fairer Start bei der ABDA aber nicht mehr möglich. Vor diesem Hintergrund sei die geplante Zusammenarbeit »nicht mehr zielführend«.

 

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt nannte die Angelegenheit »mit Verlaub gesagt eine saublöde Geschichte«. Winkler sei der ABDA von einer auf Pressesprecher spezialisierten Agentur vorgestellt worden, so Schmidt beim Bayerischen Apothekertag in Bamberg. Es sei sehr bedauerlich, dass die Diskussion in der Öffentlichkeit geführt und damit Winklers Ansehen beschädigt worden sei. Bei der Kritik handele es sich ausschließlich um Vorwürfe, die bislang nicht bewiesen seien, betonte Schmidt. In der zur Verfügung stehenden Zeit habe Winkler die Vorwürfe jedoch nicht sachlich klären und entkräften können.

 

Die ABDA muss nun weiter nach einem geeigneten Nachfolger für ihren ehemaligen Sprecher Florian Martius suchen. Dieser hatte die Bundesvereinigung zum 31. März aus familiären Gründen verlassen. /

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