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10.05.2011  17:41 Uhr

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AOK: Hermann wird Chef

PZ/dpa / An der Spitze der AOK Baden-Württemberg gibt es einen Wechsel: Rolf Hoberg gibt das Amt des Vorstandsvorsitzenden zum 1. Oktober auf und geht in den Ruhestand. Auf dem Chefsessel folgt ihm voraussichtlich sein bisheriger Stellvertreter Christopher Hermann. Der Verwaltungsrat nominierte Hermann für die Wahl des Nachfolgers am 9. Juni, wie die größte gesetzliche Krankenkasse im Südwesten mitteilte. Unter Hobergs Ägide war 2008 der bundesweit erste Hausarztvertrag verhandelt worden. Zudem waren die Rabattverträge mit Pharmafirmen über Generika abgeschlossen worden, die 2007 in Kraft traten. Hermann hatte die Verhandlungen geführt.

 

Hausärzte wollen alte Verträge wieder

dpa / Die Delegiertenversammlung des Deutschen Hausärzteverbandes (DHÄV) hat die Krankenkassen dazu aufgefordert, wieder Hausarztverträge anzubieten. Spätestens ab Juli müsse es wieder die Verträge geben, beschlossen die DHÄV-Vertreter laut Mitteilung vom Samstag bei ihrer Versammlung am Wochenende in München. Nach dem gescheiterten Versuch des früheren bayerischen Hausärztechefs Wolfgang Hoppenthaller, seine Kollegen Ende Dezember zu einem kollektiven Ausstieg aus dem Kassensystem zu bewegen, hatten einige Kassen die Hausarztverträge gekündigt. Das ist nach Ansicht der Hausärzte rechtswidrig. Anfang März wies das Landessozialgericht in München jedoch eine Beschwerde des Bayerischen Hausärzteverbandes gegen die Kündigung des Vertrages seitens der AOK zurück. Einige Kassen böten den Hausarztvertrag dennoch weiter an, sagte Dieter Geis, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbands, laut Mitteilung am Samstag.

 

Rabattverträge: AOK kann bald starten

PZ / Die nächste Runde der AOK-Arzneimittelrabattverträge kann pünktlich starten. Der Vergabesenat des Oberlandesgerichtes Düsseldorf hat in vier Entscheidungen Anträge von Pharmaunternehmen gegen Zuschläge durch die AOK-Gemeinschaft abgewiesen. Damit stehe dem Starttermin 1. Juni nichts mehr im Wege, so die AOK. Die Ortskrankenkassen halten auch in ihrer sechsten Rabattrunde an der umstrittenen Praxis fest, pro Wirkstoff und Gebietslos jeweils nur einem Lieferanten den Zuschlag zu erteilen. Nach der Entscheidung der Vergabekammer können die Ortskrankenkassen alle Vereinbarungen für die sechste Rabattrunde umsetzen. Die Verträge betreffen laut AOK 80 Wirkstoffe. Dazu gehören auch umsatzstarke Medikamente wie Simvastatin und Omeprazol.

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