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Stiftung kritisiert geplante Pflegereform

23.04.2014
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dpa / Die Stiftung Patientenschutz hat den Entwurf für die Pflegereform als unzureichend kritisiert und Korrekturen gefordert. »870 000 Schwerstpflegebedürftige und Sterbende erleben durch den Referentenentwurf Pflege keine Verbesserung«, heißt es in einer Stellungnahme der Stiftung zu dem Vorhaben von Union und SPD, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. »Die Generationengerechtigkeit ist weiter gefährdet.« Verlangt werden unter anderem eine bessere finanzielle Absicherung der Pflege durch einen Beitragszuschlag für Kinderlose, bessere Leistungen für sterbende Menschen in Pflegeheimen und eine bessere Schmerzversorgung für diese. Die Stiftung setzt sich dafür ein, einen zusätzlichen Pflegegrad für die letzten Lebenswochen mit einer zusätzlichen Leistung von 5000 Euro zu schaffen. So könnten jährlich rund 280 000 Betroffene auf dem Niveau eines stationären Hospizes versorgt werden. Um die Schmerzversorgung in Pflegeheimen zu verbessern, sollten diese Notfallvorräte mit hochwirksamen Schmerzmitteln in der hauseigenen Apotheke anlegen können. Dafür müssten zehn Prozent der Pflegekräfte speziell ausgebildet sein, erläuterte die Stiftung. /

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