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Spastik nach Schlaganfall früh behandeln

22.04.2008
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Spastik nach Schlaganfall früh behandeln

PZ / Mehr als ein Viertel aller Schlaganfallpatienten bildet eine Spastik aus, die oft dauerhaft bestehen bleibt. Sind Arme und Hände betroffen, kann eine Therapie mit Botulinumtoxin Typ A erfolgen. Dieses wird lokal in den blockierten Muskel gespritzt, wo es die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin hemmt und Verkrampfungen löst. Auf einer Tagung für neurologische Intensiv- und Notfallmedizin in Wiesbaden präsentierte Dr. Iris Reuter von der Neurologischen Klinik der Universität Gießen eine Studie an 25 Schlaganfallpatienten mit spastischen Lähmungen. Demnach verlief die Therapie mit Botulinumtoxin Typ A besonders erfolgreich, wenn die Spastik weniger als 6 Monate bestand. Reuter plädierte dafür, das Medikament bei Schlaganfallpatienten bereits bei den ersten Anzeichen einer Spastik einzusetzen.

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