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Weiter verbreitet als gedacht

Allergene in luftigen Höhen

05.04.2017
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Von Katja Egermeier / Pflanzenpollen und Pilzsporen finden sich auch in Höhen von 2000 m. Das berichten Forscher des Helmholtz-Zentrums und der Technischen Universität München im Fachmagazin »Scientific Reports« (DOI: 10.1038/srep44535).

 

Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Aristoteles-Universität Thessaloniki sammelten sie in einer bislang einzigartigen Untersuchung Luftproben sowohl auf Höhe des Meeresspiegels als auch mithilfe eines Flugzeugs in bis zu 2000 m Höhe. Dort seien zahlreiche Luftallergene gefunden worden, von denen Kiefern- (Pinus) und Eichengewächse (Quercus) den Hauptteil der Pollen ausmachten, heißt es in einer Pressemeldung des Helmholtz-Zentrums.

 

Aus Sicht der Autoren widerlegt die Studie die These, dass derartige Luftallergene nur von lokalen Quellen stammen und daher auch nur in diesen Gegenden allergische Symptome hervorrufen können. Die Studie sei zudem ein Hinweis darauf, dass mit der Luft verbreitete Allergenträger nahezu überall vorkämen. Für eine effektive Allergieprävention sollten Pollenvorhersagen daher weiterentwickelt werden – beispielsweise mittels Frühwarnsystem mit Drohnen. /

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