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Stada

Gewinneinbruch um fast 50 Prozent

01.04.2015
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Von Ev Tebroke / Die vorläufigen Geschäftszahlen haben sich bestätigt: Die vergangene Woche vom Stada-Konzern veröffentlichte Geschäftsbilanz für das Jahr 2014 weist einen Gewinneinbruch von 47 Prozent aus. Zu schaffen machte dem Arzneimittelhersteller aus Bad Vilbel demnach vor allem der Rubelverfall und die Ukrainekrise.

Der ausgewiesene Konzerngewinn sank von 121,4 Millionen Euro 2013 auf 64,6  Millionen im vergangenen Jahr. Der Umsatz stieg 2014 hingegen um 3  Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Im Kernsegment Generika ging der Umsatz zwar leicht um 1 Prozent auf rund 1,2  Milliarden Euro zurück. 

Gleichzeitig konnte Stada im Bereich Markenprodukte deutlich um 14 Prozent auf 800,5  Millionen Euro zulegen (2013: 704,4 Millionen). Generika hatten 2014 einen Anteil von gut 59 Prozent am Umsatz (2013: 61 Prozent), Markenprodukte trugen mit rund 39 Prozent zum Konzernumsatz bei (2013: 35 Prozent).

 

Das ausgewiesene operative Ergebnis ging in 2014 laut Mitteilung – im Wesentlichen bedingt durch die Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte der Marktregionen CIS/Osteuropa sowie Asien/Pazifik und Naher Osten/Nordafrika – deutlich um 24 Prozent auf 188,5 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 248,3 Millionen Euro). Der operative Gewinn verbesserte sich um 9  Prozent auf 418,8 Millionen Euro (Vorjahr 382,6 Millionen Euro).

 

Für 2015 geht der Vorstand nach eigenen Angaben zwar von einem leichten Wachstum bei dem unter anderem um Währungseffekte bereinigten Konzernumsatz aus. Insgesamt rechnet der Konzern jedoch sowohl beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) als auch beim bereinigten Konzerngewinn mit einem deutlichen Rückgang.

 

Was die Dividende betrifft, so möchte der Vorstand diese 2014 trotz des rückläufig ausgewiesenen Konzerngewinns konstant halten, also bei 66 Cent pro Stammaktie. Sollte die Hauptversammlung am 3. Juni 2015 dem Vorschlag zustimmen, bedeutet dies eine Ausschüttungssumme von 40  Millionen Euro (2013: 39,8 Millionen) und somit eine deutlich erhöhte Ausschüttungsquote von circa 62 Prozent des ausgewiesenen Konzerngewinns. Im Vorjahr hatte diese Quote noch bei rund 33 Prozent gelegen. /

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