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Möglichst frische Blutkonserven

08.04.2008  17:38 Uhr

Möglichst frische Blutkonserven

PZ / Patienten, die bei einer Herzoperation eine Bluttransfusion benötigen, haben eine niedrigere Mortalität, wenn die verwendeten Blutkonserven frisch sind. Dies berichten Dr. Colleen Gorman Koch und ihre Kollegen von der Cleveland Clinic in Ohio im Fachmagazin »New England Journal of Medicine« (Band 358, Seiten 1229 bis 1239). Die Mediziner werteten die Daten von rund 6000 Patienten der Klinik aus, die sich einer Herzoperation unterzogen hatten. Die Analyse ergab, dass 1,7 Prozent der Operierten, die Blutkonserven erhalten hatten, die nicht älter als 14 Tage alt waren, starben. Dagegen lag die Mortalität bei Patienten, die ältere Blutkonserven bekommen hatten, mit 2,8 Prozent signifikant höher. In einer älteren Studie von 2006 war der Unterschied drastischer ausgefallen. Hier starben 25 Prozent der Patienten, deren Blutkonserve schon 31 bis 42 Tage lagerten, gegenüber 4 Prozent der Patienten, deren Blutkonserven weniger als 19 Tage alt waren. Blutkonserven dürfen in Deutschland bis zu einer Lagerzeit von 42 Tagen eingesetzt werden.

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