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Pharmazieticker

30.03.2006
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Studien mit H5N1-Impfstoff

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das Vogelgrippe-Virus startet GlaxoSmithKline (GSK) in Deutschland und Belgien zwei Testreihen mit jeweils 400 gesunden Probanden. Die Studie in Deutschland stützt sich auf den im Dezember 2005 von GSK bei der Europäischen Zulassungsbehörde EMEA eingereichten Zulassungsantrag für einen Pandemie-Prototypimpfstoff. Hier wird eine Vakzine getestet, die einen Hilfsstoff auf Aluminium-Basis enthält, um die Immunantwort zu verbessern. Der eingesetzte adjuvantierte Vollvirus-Impfstoff wird als »Impfstoff der ersten Generation« bezeichnet. Die zweite, internationale Studie wird von Belgien aus koordiniert. Sie prüft parallel einen Pandemie-Kandidat-Impfstoff, der ein neuartiges Adjuvans enthält und daher als »Impfstoff der zweiten Generation« gilt. PZ

Krebsverdacht bei Pimecrolimus

Das Arzneimittelkomitee (CHMP) der EMEA hat seine Bewertung der Neurodermitis-Externa Pimecrolimus (Douglan®, Elidel®) und Tacrolimus (Protopic®) hinsichtlich eines potenziell erhöhten Krebsrisikos abgeschlossen. Das Ergebnis: Das CHMP kann einen Zusammenhang zwischen den beiden Externa und den unter der Anwendung beobachteten Krebserkrankungen zwar nicht belegen, aber auch nicht ausschließen. Daher rät die Behörde zu größerer Vorsicht bei der Anwendung als bisher. Gleichzeitig wird die Indikation von Pimecrolimus eingeschränkt: Das topische Immunsuppressivum erhält Reservestatus und darf künftig nur noch verwendet werden, wenn örtliche Corticosteroide nicht vertragen werden, nicht hinreichend wirken oder eine längere Behandlung nicht ratsam ist. PZ

Sorafenib in der Schweiz

Die schweizerische Gesundheitsbehörde hat den Multi-Kinase-Hemmer Sorafenib zur adjuvanten und palliativen Therapie des fortgeschrittenen Nierenkarzinoms zugelassen, wenn eine Nephrektomie und eine Zytokintherapie vorausgegangen sind. In den USA ist das Krebsmedikament, das in einer großen Phase-III-Studie die progressionsfreie Zeit verdoppeln konnte, seit Dezember 2005 zugelassen. Für die EU-Staaten erwartet der Hersteller die Zulassung noch in 2006. PZ

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