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Zwei Studien zu Vogelgrippe-Impfstoff starten

28.03.2018
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Von Christina Hohmann-Jeddi / Das US-Gesundheitsinstitut NIAID beginnt mit zwei klinischen Studien zu einer experimentellen Vakzine gegen H7N9-Influenzaviren, die Erreger der Vogelgrippe.

 

In den Phase-II-Studien sollen verschiedene Dosierungen und Impfschemata sowie der Nutzen eines Adjuvans-­Zusatzes getestet werden, meldet das Institut. Verwendet wird der Impfstoffkandidat 2017 H7N9 IIV des Unternehmens Sanofi-Pasteur, der inaktivierte Influenzaviren enthält.

 

Der Vogelgrippe-Erreger H7N9 verursachte erstmals 2013 in China Infektionen beim Menschen und löste seitdem sechs Epidemien aus, in deren Verlauf 1500 Menschen an Vogelgrippe erkrankten. Die Infektion hat eine hohe Mortalitätsrate: 39 Prozent der Erkrankten sterben. Derzeit ist das Virus nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragbar, die meisten Menschen infizieren sich durch Kontakt mit Geflügel. Wenn sich jedoch der Erreger durch Mutationen so verändert, dass er leichter von Mensch zu Mensch übertragen wird, könnte er eine Pandemie auslösen, so das NIAID. »Während wir in den USA eine der schlimmsten Grippeepidemien der vergangenen Jahre erleben, müssen wir auch den wissenschaftlichen Fokus auf neue Grippeviren behalten, wie H7N9, die das Potenzial für Pandemien haben«, erklärt Institutsleiter Dr. Anthony Fauci.

 

In einer Studie sollen 420 gesunde Freiwillige auf fünf Arme aufgeteilt werden, in denen sie jeweils zweimal entweder adjuvantierten Impfstoff in den Dosierungen 3,75 µg, 7,5 µg oder 15 µg beziehungsweise unadjuvantierten Impfstoff in den Dosierungen 15 µg oder 45 µg erhalten. In der zweiten Studie soll getestet werden, ob sich die ­gemeinsame Applikation des Vogelgrippeimpfstoffs und des tetravalenten saisonalen Grippeimpfstoffs auf die Immunreaktion auf die beiden Impfstoffe auswirkt. /

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