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Daten

Behörde mit NARZ zufrieden

26.03.2014
Datenschutz bei der PZ

Von Daniel Rücker / Das Norddeutsche Apothekenrechenzentrum (NARZ) geht seit Anfang 2013 mit seinen Abrechnungsdaten korrekt um. Das besagt der Jahresbericht der für das NARZ zuständigen Bremer Datenschutzbeauftragten Imke Sommer.

 

Vor 2013 habe das NARZ noch pseudonymisierte Abrechnungsdaten an Marktforschungs­un­ter­neh­men weitergegeben. Seit Anfang des vergangenen Jahres würden die Daten vom NARZ laut Bericht nur noch vollständig anonymisiert an Marktforschungs­un­ter­neh­men verkauft. Diese müssen daher so aufbereitet werden, dass die Unternehmen da raus keine Rückschlüsse auf die Identität der Patienten, deren Arzt oder Apotheker ziehen können. Es darf auch nicht möglich sein, mit zusätzlichen Daten Dritter die Anonymisierung aufzuheben. Aus Sicht von Sommer ist deshalb eine Anonymisierung nur dann sicher, wenn alle Daten, die Rückschlüsse auf die Identität des Patienten ermöglichen, gelöscht werden.

 

Im vergangenen Jahr hatte es zwischen Apothekenrechenzentren Meinungsunterschiede über die Bedingungen für die Weitergabe von Abrechnungsdaten gegeben. Maßgeblich beteiligt daran waren das NARZ und die VSA. Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel« und der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert hatten sich dabei auf die Seite des NARZ gestellt. Allerdings teilte die für die VSA zuständige Behörde die Vorwürfe nicht. Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Kranig hatte keine Beanstandungen gegen das Verfahren. /

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