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27.03.2012
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Neue Daten zeigen Nutzen der Mammografie

 

dpa / Im Streit um die Brustkrebsvorsorge weisen neue Daten auf große Erfolge durch das Mammografie-Screening hin. Das Ergebnis der ersten 20 Jahre regelmäßiger Röntgenuntersuchungen in den Niederlanden sei ein »drastischer Rückgang« der Sterberate durch Brustkrebs, berichteten Forscher von der Universität Rotterdam anlässlich des Europä­ischen Brustkrebskongresses in Wien. Im Jahr 2009 habe die Sterberate bei Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren durch Brustkrebs 31 Prozent niedriger gelegen als vor dem Programm in den Jahren 1986 bis 1988. Die Mitautorin Rianne de Gelder erklärte jedoch, dass der beobachtete Rückgang der Sterberate allein durch das Screening und die darauffolgenden Therapien nicht ausreichend erklärt werden könne. Auch neuere Entwicklungen in der Brustkrebsdiagnostik und -behandlung könnten dazu beigetragen haben. In einer dänischen Studie hatten Wissenschaftler vor zwei Jahren angezweifelt, dass die regelmäßigen Reihenuntersuchungen überhaupt signifikante Verbesserungen bringen würden. Sie kritisierten, Frauen würden eher durch Fehl­diagnosen verunsichert. Die niederländischen Forscher betonten nun, Nachteile wie falsche Feststellungen von Krebs oder falsche Bewertungen der Gefährlichkeit von Tumoren hielten sich in Grenzen. Für eine Frau, die 20 Jahre zur Untersuchung gehe, betrage das Risiko einer Fehldiagnose 6 Prozent.

 

Die Zeitumstellung macht nicht krank

 

PZ / Die Umstellung von Normal- auf Sommerzeit führt nicht zu mehr Krankmeldungen. Dies gab die Deutsche Angestelltenkrankenkasse (DAK) nach Auswertung ihrer Arbeitsun­fähigkeits-Daten bekannt. Demnach lassen sich unmittelbar nach der Umstellung nicht mehr Menschen krankschreiben als sonst. Im Gegenteil: »Je näher der Frühling kommt, umso weniger Arbeitnehmer melden sich krank«, sagt Nina Osmers, Sprecherin der DAK. Grund ist das gleichzeitige Ende der Grippesaison. Zwar erscheinen jedes Jahr pünktlich zur Zeitumstellung Berichte über mögliche Folgen für den menschlichen Biorhythmus. Laut DAK-Untersuchung sind gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit jedoch nicht zu erwarten.

 

Schlank dank Schokolade

 

dpa / Erwachsene, die regelmäßig Schokolade essen, haben einen geringeren Body-Mass-Index (BMI) als die, die weniger oft zur Schokolade greifen. Das ist das Ergebnis einer aktuell im Fachjournal »Archives of Internal Medicine« veröffentlichten Studie (doi: 10.1001/archinternmed.2011.2100). Der Effekt sei zwar gering, aber zu groß, als dass dies Zufall sein könne, schreiben die Autoren von der Universität von Kalifornien in San Diego. Ihrer Meinung nach könnte eine Erklärung für das überraschende Ergebnis sein, dass Schokolade den Stoffwechsel anregt. Die Forscher hatten mehr als 1000 Probanden untersucht, zwei Drittel von ihnen waren Männer. Das durchschnittliche Alter lag bei 57 Jahren. Die Wissenschaftler um Beatrice Golomb berechneten für 972 Teilnehmer den BMI, der Durchschnittswert lag bei 28. Im Durchschnitt aßen die Teilnehmer nach eigenen Angaben zweimal in der Woche Schokolade, sie trieben aber auch 3,6 Mal wöchentlich Sport.

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