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Celesio

Deutliche Einbußen

18.03.2015  09:26 Uhr

Von Ev Tebroke / Der Pharmagroßhändler Celesio musste im vergangenen Jahr herbe Gewinneinbußen hinnehmen. Wie das Unternehmen am Dienstag in seinem Geschäftsbericht 2014 bekannt gab, sank der Gewinn nach Steuern um rund 69 Prozent auf etwa 53 Millionen Euro (2013: 171 Millionen Euro).

So drückten insbesondere hohe Abschreibungen vor allem in Brasilien und Portugal, aber auch schwierige Marktbedingungen wie beispielsweise die Rabattschlacht in Deutschland oder staatliche Regulierungsmaßnahmen im französischen Markt die Ergebnisse. Insgesamt musste das Unternehmen rund 129 Millionen Euro außerplanmäßig abschreiben. Der Konzernumsatz stieg 2014 um 4,23 Prozent auf rund 22,3 Milliarden Euro.

Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich entgegengesetzt: Während im Apothekengeschäft, dem sogenannten Bereich Consumer Solutions, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 26,7 Prozent auf 262 Millionen Euro stieg (2013: rund 207 Millionen), sank das operative Ergebnis im Großhandelsgeschäft, dem Bereich Pharmacy Solutions, deutlich. Hier ging der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern demnach um 23,3 Prozent von 307,3 Millionen Euro auf 235,8 Millionen Euro zurück.

 

Der Umsatz legte im Großhandelsbereich hingegen leicht zu und stieg um 3,6 Prozent auf rund 18,65 Milliarden Euro (Vorjahr: rund 18 Milliarden Euro). Im Apothekensektor gab es einen Umsatzanstieg von 7,8 Prozent auf rund 3,68 Milliarden Euro (2013: rund 3,41 Milliarden Euro). Um Währungskurseffekte bereinigt, stieg somit der Umsatz im Apothekenbereich um 5,5, Prozent, im Großhandelsbereich um 4 Prozent.

 

Für 2015 geht der Celesio-Vorstand nur von einer moderaten Umsatzsteigerung aus. Insgesamt erwartet Celesio nach eigenen Angaben, dass im Geschäftsjahr 2016 sowohl Umsatz als auch der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern auf dem Niveau von 2014 liegen werden.

 

Der Pharmahändler wird nach der Übernahme durch den US-Konzern McKesson der Börse den Rücken kehren. Vergangene Woche hatte der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen entsprechenden Antrag gestellt. Nach Angaben des Stuttgarter Konzerns dürften die Aktien voraussichtlich spätestens in einem halben Jahr in keinem regulierten Markt mehr gehandelt werden. /

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