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Bayer will 500 Stellen schaffen

18.03.2014
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Von Ev Tebroke / Bayer investiert 500 Millionen Euro in den Produktionsstandort Deutschland. Wie der Konzern mitteilte, sollen künftig Medikamente zur Behandlung der Bluterkrankheit Hämophilie A auch an den Bayer HealthCare-Standorten Wuppertal und Leverkusen hergestellt werden.

 

Bis zum Jahr 2020 will das Unternehmen dafür rund 500 neue Stellen schaffen. »Diese Investition ist eine der größten in der Geschichte des Teilkonzerns Bayer HealthCare und zeigt unser starkes Engagement im Bereich Hämophilie A«, sagte der Vorstandsvorsitzende von Bayer HealthCare, Olivier Brandicourt.

Der menschliche Blutgerinnungsfaktor VIII Octocog alfa (Kogenate® FS/Kogenate® Bayer) wird ausschließlich in den USA produziert. Weitere Therapieoptionen mit rekombinantem Faktor VIII (rFVIII) sind nach Angaben von Bayer zurzeit in Phase III der klinischen Prüfung. Mit dem Aufbau einer zusätzlichen Versorgungsquelle in Deutschland werde der Weg für die Herstellung neuer Therapieoptionen zur Hämophilie-Behandlung geebnet und gleichzeitig der wachsenden weltweiten Nachfrage auf diesem Therapiegebiet Rechnung getragen, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

 

Bei den Entwicklungsprodukten, die in Deutschland produziert werden sollen, handelt es sich einerseits um den plasma-proteinfreien rFVIII Bay 81-8973. Diese Weiterentwicklung des bereits auf dem Markt befindlichen Kogenate enthalte keinerlei Bestandteile menschlicher oder tierischer Herkunft mehr, erklärt Bayer. Die Markteinführung ist im letzten Quartal 2015 geplant. Des Weiteren soll die lang wirksame Variante Bay 94-9027 auf den Markt kommen. Die Zulassung will Bayer im zweiten Halbjahr 2015 beantragen. /

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