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Merck rechnet mit Gewinnrückgang

13.03.2018
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dpa/PZ / Der Darmstädter Merck-Konzern hat 2017 stark von der US-Steuerreform profitiert, geht aber mit gebremstem Optimismus in sein Jubiläumsjahr. Der 1668 aus einer Apotheke hervorgegangene Dax-Konzern feiert im Mai seinen 350.

 

Geburtstag. Nach einem Dämpfer im operativen Geschäft stellt das älteste deutsche Pharma- und Chemieunternehmen für 2018 ein moderates Umsatzwachstum aus eigener Kraft in Aussicht. Dabei dürften Währungseffekte das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 4 bis 6 Prozent belasten, wie Merck vergangene Woche erklärte. Trotzdem schlägt die Geschäftsleitung der Hauptversammlung am 27. April 2018 einen Anstieg der Dividende um 5 Cent auf 1,25 Euro vor.

 

2017 profitierte der Konzern von einem Sonderertrag von 906 Millionen Euro wegen der Steuersenkungen in den USA unter Präsident Trump. Der Gewinn stieg so um fast 60 Prozent auf den Rekord von 2,6 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte drückten indes im Tagesgeschäft das bereinigte Ebitda um knapp 2 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

 

Den Umsatz steigerte Merck vor allem dank seiner Pharma- und Laborsparte um 2 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Allerdings gingen die Umsätze von drei wichtigen Präparaten, dem MS-Medikament Rebif®, dem Krebsmittel Erbitux® und Gonal-f® zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, zurück. Neue Hoffnung setzt Merck in das MS-Mittel Mavenclad®, das seit vergangenem Jahr auf dem Markt ist, sowie den Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitor Evobrutinib, der in einer Phase-IIb-Studie mit MS-Patienten vielversprechende Ergebnisse lieferte. /

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