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Weniger illegale Arzneimittel gefunden

12.03.2013
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dpa / Die Zahl der am Frankfurter Flughafen entdeckten illegalen Arzneimittel ist 2012 erstmals seit Jahren zurückgegangen. Allerdings vermutet das Regierungspräsidium Darmstadt ein Schlupfloch für die Schmuggler.

Die oft aus Fernost stammenden Anbieter könnten andere Routen nutzen, um die gefährlichen Präparate nach Deutschland zu bringen, schätzt die für solche Fälle am Luftverkehrs-Drehkreuz zuständige Behörde. »Diese Wege wissen wir aber noch nicht«, sagte die Verwaltungsjuristin Sabine Aretz. Im vergangenen Jahr sind 22 400 Einfuhrverstöße aufgefallen, 2011 waren es noch 28 800 gewesen. In den Jahren davor waren es 15 600 (2010), 13 750 (2009) und 1028 (2008). Zu rund 90 Prozent sind die Produkte Potenzmittel.

 

Viele der Arzneimittel kommen nach Angaben von Aretz aus China und Indien, sie werden im Internet bestellt, sind aber verschreibungspflichtig. Der Kunde umgehe also einen Arzt und lasse sich auf gefährliche Präparate ein. Mitunter enthielten die Mittel krebserregende Bestandteile. Das Geschäft bringe aber viel Geld: »Manche sagen, es sei lukrativer als der Drogenhandel«, sagte Aretz. An die Hersteller sei im Ausland nur schwer heranzukommen, Kunden müssen eine Geldbuße von ­ 35 Euro zahlen. /

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