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Omeprazol

Staatsanwaltschaft fahndet nach Fälschern

12.03.2013
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Von Gerd Moser / Auf der Suche nach Medikamentenfälschern haben Polizei und Staatsanwaltschaft bundesweit die Räume von Pharmagroßhändlern durchsucht. Die Aktion fand bereits vergangene Woche statt.

Es seien mehr als 30 Geschäftsräume durchsucht worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart der Deutschen Presseagentur. Die unbekannten Täter hätten die gefälschten Omeprazol-Packungen über Großhändler in Umlauf gebracht.

 

Es fehlt jede Spur

 

Wie der Pharmakonzern Ratiopharm in einer Pressemitteilung bestätigt, ist von den Fälschungen der Protonenpumpenhemmer Omeprazol-ratiopharm betroffen. »Unsere Qualitätssicherung hat festgestellt, dass Omeprazol-Produkte im Ratiopharm-Packungsdesign in den Handel gelangt waren, die zwar von vergleichbarer, sehr guter industrieller Qualität waren, aber nicht von unserem Unternehmen produziert worden sind«, heißt es in der Mitteilung.

Die betroffenen Chargen hat Ratiopharm in Absprache mit den Behörden bereits zurückgerufen: Omeprazol-ratiopharm NT 20 mg, 100 Stück, magensaftresistente Hartkapseln, Ch.-B.: E008 in Woche 03/2013 und Omeprazol-ratiopharm NT 40 mg, 100 Stück, magensaftresistente Hartkapseln, Ch.-B E018 in Woche 07/2013.

 

Die durchsuchten Pharmagroßhändler stünden nicht unter Verdacht, betonte die Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Sie hätten die gefälschten Produkte wohl gutgläubig an die Apotheken geliefert. Medienberichten zufolge sollen die Fälschungen in Spanien hergestellt worden sein. Von den Tätern fehle noch jede Spur. »Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für die Patienten«, teilt Ratiopharm mit. »Aus Rücksicht auf ermittlungstaktische Maßnahmen dürfen wir derzeit keine weitere Auskunft geben.« /

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