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Medizinticker

06.03.2006  10:12 Uhr

Todesursachen von Frauen

Brustkrebs bleibt die gefährlichste Krebsart bei Frauen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, starben 17.590 Frauen im Jahr 2004 an Brustkrebs. Drastisch zugenommen hat die Zahl der Sterbefälle, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden: 1985 starben 5500 Frauen an bösartigen Tumoren an Bronchien und Lunge. 2004 waren es mit 11.010 bereits fast doppelt so viele. Insgesamt starben 2004 in Deutschland etwa 435.000 Frauen. Rund die Hälfte von ihnen erlag nach Angaben des Amtes Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die damit die häufigste Todesursache waren. Das durchschnittliche Sterbealter von Frauen lag 2004 bei 80,0 Jahren, für Männer bei 71,5 Jahren. dpa

Deutsche mit Chikungunya

Mit dem auf Mauritius und La Réunion grassierenden Chikungunya-Fieber haben sich laut Münchner Tropeninstitut mehrere Deutsche angesteckt. Eine 63 Jahre alte Touristin aus München, die am 13. Februar von Mauritius zurückgekehrt war, sei auf dem Wege der Besserung, sagte Professor Dr. Thomas Löscher, Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität. Die Krankheit wird vor allem von der Mücke Aedes aegypti übertragen. Eine Gefahr der Weiterverbreitung in Deutschland bestehe deshalb nicht. Das Auswärtige Amt rate derzeit nicht von Reisen in die betroffenen Gebiete ab, sagte Löscher. dpa

Vakzine gegen Otitis media

Eine neue Schutzimpfung kann kleine Kinder vor einer Mittelohrentzündung bewahren. Ein tschechisches Ärzteteam stellt seine Entwicklung im britischen Fachblatt »The Lancet« (Band 367, Seite 740) vor. Die Forscher vereinigten Proteine von elf verschiedenen Streptococcus-pneumoniae-Stämmen mit einem Haemophilus-influenzae-Protein in einem Kombinationsimpfstoff. Damit impften sie 2500 Kinder im Alter zwischen 3 und 15 Monaten. Eine ebenso große Kontrollgruppe erhielt eine Hepatitis-Vakzine. Unter den mit dem neuen Kombinationsimpfstoff geimpften Kindern registrierten die Mediziner 333 Mittelohrentzündungen, bei der Kontrollgruppe hingegen 499. dpa

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