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Koloskopie wenig genutzt

26.02.2007
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Koloskopie wenig genutzt

PZ / Mehr als 1,7 Millionen Menschen in Deutschland haben bis Ende 2005 das seit 2002 bestehende Angebot der Koloskopie zur Früherkennung von Darmkrebs genutzt.

 

Dies erklärte der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Ulrich Weigeldt, auf einer Veranstaltung der Felix-Burda-Stiftung, zum Auftakt des Darmkrebsmonats März. Dies sind nur 10,2 Prozent der berechtigten Frauen und 8,8 Prozent der berechtigten Männer. Im Jahr 2005 ließen insgesamt 544.000 Menschen eine Koloskopie vornehmen. Bei der derzeitigen jährlichen Beteiligung von 3 Prozent der Berechtigten werde in zehn Jahren eine akzeptable Teilnehmerrate von 30 Prozent erreicht, sagte Weigeldt.

 

Dabei zeigt das Screening bereits erste Erfolge: Seit seiner Einführung sterben jährlich etwa 2000 Menschen weniger an Darmkrebs, sagte Professor Dr. Jürgen Riemann vom Klinikum Ludwigshafen auf einer Veranstaltung der Organisation LebensBlicke. Die zweithäufigste Krebsart fordert jedes Jahr etwa 29.000 Todesopfer in Deutschland.

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