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Hilfsmittel

Windel-Qualität muss steigen

24.02.2016
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Von Jennifer Evans / Karl-Josef Laumann (CDU), Patientenbeauftragter der Bundesregierung, will die Krankenkassen gesetzlich dazu verpflichten, Pflegebedürftige und Kranke mit einer besseren Qualität von Windelprodukten zu versorgen.

 

»Die Versicherten haben einen klaren, gesetzlichen Anspruch auf Hilfsmittel, die qualitativ und quantitativ dem aktuellen Stand der Medizin entsprechen – und zwar ohne Aufzahlung«, so Laumann in seinem gerade veröffentlichten Positionspapier. Auslöser für seine Kritik seien die schon seit geraumer Zeit geäußerten Beschwerden von Versicherten über die schlechte Qualität der Produkte.

 

Die seither schwelende Diskussion habe nun Bewegung in die Sache gebracht. »Der GKV-Spitzenverband hat inzwischen den Entwurf einer Überarbeitung des Hilfsmittelverzeichnisses für den Bereich der Inkontinenzhilfsmittel vorlegt und eine grundlegende Aktualisierung des Hilfsmittelverzeichnisses angekündigt«, heißt es in dem Papier. Seit 23 Jahren habe es keine Modernisierung im Gebiet der Inkontinenzhilfsmittel mehr gegeben. Laumann zufolge darf dies künftig nicht mehr ungestraft bleiben. Das Hilfsmittelverzeichnis »regelmäßig fortzuschreiben« sei schon jetzt Pflicht für den GKV.

 

Laumann fordert, dass künftig Qualität, individueller Bedarf und Versorgungsicherheit maßgeblich für den Zuschlag der Kassen sein sollten. Und nicht, wie bislang, das günstigste Preisangebot der Hersteller. Zudem sollten Patienten zwischen verschiedenen aufzahlungsfreien Hilfsmitteln wählen können. Dafür sei eine »gesetzliche Klarstellung«. nötig, so der Patientenbeauftragte. /

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