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Erpresser legen Online-Apotheken lahm

24.02.2016
Datenschutz bei der PZ

Von Jennifer Evans / Viele deutsche Versandapotheken sind in den vergangenen Wochen Opfer von Internet-Kriminalität geworden. Eine Erpresserbande namens Gladius hat die IT-Server der Unternehmen lahmgelegt.

 

Bis zu einer Stunde lang konnten die Kunden nicht mehr auf die Internetseiten der Apotheken zugreifen. Die Attacke geschieht über einen sogenannten Distributed Denial-of-Service-Angriff. 

Dabei schicken die Krimi­nellen so viele Verbindungsanfragen an eine Seite, bis diese schließlich zusammenbricht – und offline geht. Die Sicherheitslücken der Versandapotheken scheinen massiv zu sein: Nicht nur in Deutschland hatten Hacker ein leichtes Spiel, die Internetseiten zu knacken. Auch in anderen Ländern hatten sie Erfolg mit ihrer Masche.

 

Nach Informationen der Firma Myra Security, die sich mit Websicherheit beschäftigt, folgt auf den Ausfall der Seite eine Droh-E-Mail mit dem Betreff »Non-aggression fee«. In dieser Nachricht fordern die Erpresser rund 1500  Euro Schutzgeld, zahlbar innerhalb von 72 Stunden – ansonsten werde die Website dauerhaft gesperrt. Das Webunternehmen rät, nicht auf die Erpressermail zu antworten und das Geld keinesfalls zu zahlen. Stattdessen sollen Betroffene direkt eine Anzeige bei der Polizei erstatten. /

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