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Die Opposition ist gegen Versandapotheken

12.02.2014
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Von Anna Hohle / Mit Barbara Steffens (Grüne) und Kathrin Vogler (Die Linke) haben sich gleich zwei Oppositionspolitikerinnen kritisch zum Thema Versandapotheken geäußert.

 

»Medikamente gehören nicht in den Versandhandel, denn hierbei ist persönliche Beratung notwendig«, sagte die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Steffens vergangene Woche der Funke-Mediengruppe. Auch bestehe die Gefahr, dass Verbraucher so Fälschungen erwerben.

 

Die Ministerin machte deutlich, dass wohnortnahe Apotheken ihrer Meinung nach durch den demografischen Wandel immer wichtiger werden. Gerade die Arzneimittelversorgung älterer Menschen in Pflegeeinrichtungen könnte künftig von Apothekern übernommen werden, schlug Steffens vor.

 

Rabatt- und Werbeaktionen in Apotheken lehnt die Ministerin dagegen ab. Es sei nicht mit dem Heilberuf vereinbar, Menschen zum Kauf von Medikamenten anzuregen, so Steffens gegenüber der Funke-Mediengruppe.

 

Kathrin Vogler, Sprecherin für Arzneimittelpolitik der Partei Die Linke, griff Steffens Äußerungen zu Versandapotheken heute in einer eigenen Presseerklärung auf. Die grüne Ministerin solle es nicht bei Worten belassen, sondern für ein Verbot von Versand­apotheken eintreten, wie es die Linke tue, sagte Vogler. /

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