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Fraktionen im Bundestag

Neue Sprecher für Gesundheit

07.02.2018
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Von Stephanie Schersch / Inzwischen haben alle Fraktionen im Bundestag ihre Sprecherposten verteilt. In der Gesundheitspolitik trifft man auf neue und altbekannte Gesichter.

Bei der Wahl des gesundheitspolitischen Sprechers machte es die SPD besonders spannend. Bis zuletzt war nicht klar, wer das Amt übernimmt. Am Ende machte Sabine Dittmar das Rennen. Die 53-jährige Ärztin aus dem fränkischen Maßbach setzte sich in der entscheidenden Abstimmung souverän gegen Edgar Franke durch, der bis zuletzt Vorsitzender im Gesundheitsausschuss des Bundestags war. Die bisherige Sprecherin für Gesundheitspolitik, Hilde Mattheis, stellte sich nicht wieder zur Wahl.

 

Dittmar ist ausgebildete Kinderpflegerin und studierte später Medizin in Würzburg. Ab 1995 arbeitete sie zusammen mit ihrem Mann in einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis in Maßbach. 2013 zog sie in den Bundestag ein. Dort wählte sie die SPD-Fraktion gleich zur stellvertretenden gesundheitspolitischen Sprecherin.

 

Auch 2017 erhielt sie wieder ein Mandat über die Landesliste. Mit ihrem Sprecherposten übernimmt Dittmar nun ein wichtiges Amt und ist zugleich Vorsitzende der fraktionsinternen Arbeitsgruppe Gesundheit. In dieser AG war Dittmar zuletzt zuständig für alle Fragen rund um das Thema Apotheke.

 

Weinberg folgt auf Vogler

 

In der Linksfraktion ist Harald Weinberg neuer gesundheitspolitischer Sprecher. Damit ist die Nachfolge von Kathrin Vogler geklärt, die in die Außenpolitik wechselt. Weinberg sitzt seit 2009 im Bundestag und ist mit dem Sprecherposten bestens vertraut. Von 2013 bis 2015 hatte der 60-Jährige aus Nürnberg dieses Amt schon einmal übernommen. Für die Apotheker wird Sylvia Gabelmann zu einer wichtigen Kontaktperson. Die Apothekerin aus Siegen ist für Vogler in den Gesundheitsausschuss des Bundestags aufgerückt und wurde nun zur neuen Linken-Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte gewählt.

 

Bei den Grünen bleibt Maria Klein-Schmeink zentrale Ansprechpartnerin in Fragen zur Gesundheitspolitik. Die studierte Soziologin aus dem Münsterland ist 2009 erstmals in den Bundestag eingezogen und sitzt seitdem im Gesundheitsausschuss. Nachdem sie in ihrer Fraktion zunächst die Themen Prävention und Patientenrechte betreut hatte, wurde sie 2013 zur gesundheitspolitischen Sprecherin gewählt. Kordula Schulz-Asche übernimmt den Sprecherposten für Pflegepolitik, bleibt darüber hinaus aber auch weiterhin zuständig für alle Fragen rund um das Thema Apotheke.

 

Die FDP-Fraktion hat Christine Aschenberg-Dugnus als Sprecherin für Gesundheitspolitik bestimmt. Von 2009 bis 2013 war die Rechtsanwältin aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde schon einmal Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestags und ab 2011 pflegepolitische Sprecherin der Fraktion. Mit dem Wahlerfolg der FPD ist sie 2017 erneut in den Bundestag eingezogen und vertritt ihre Partei nun wieder im Gesundheitsausschuss.

 

In der AfD-Bundestagsfraktion übernimmt Professor Axel Gehrke den gesundheitspolitischen Sprecherposten. Der 75-jährige Mediziner aus Schleswig-Holstein ist seit 2013 Mitglied der Partei und zog 2017 nun erstmals in den Bundestag ein. Wie bereits berichtet hat die Union die Rechtsanwältin Karin Maag (CDU) zur gesundheitspolitischen Sprecherin gewählt.

 

Ausschuss ist komplett

 

Inzwischen haben auch die letzten Parteien die Mitglieder für den Gesundheitsausschuss bestimmt, der bereits in der vergangenen Woche zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkam. Den Vorsitz hat wie angekündigt Erwin Rüddel (CDU) übernommen. Für die Union sitzen außerdem Rudolf Henke, Michael Hennrich, Erich Irlstorfer, Georg Kippels, Alexander Krauß, Roy Kühne, Karin Maag, Dietrich Monstadt, Stephan Pilsinger, Lothar Riebsamen, Professor Claudia Schmidtke, Tino Sorge und Emmi Zeulner im Gesundheitsausschuss.

 

Die AfD entsendet fünf ordentliche Mitglieder. Neben Professor Axel Gehrke sind das Paul Victor Podolay, Robby Schlund, Jörg Schneider und Detlev Spangenberg. /

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