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Referenzwerte für Natrium, Chlorid und Kalium aktualisiert

01.02.2017
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Von Daniela Hüttemann / Statt der täglichen minimalen Zufuhr für Natrium, Chlorid und Kalium gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) seit diesem Monat eine »angemessene« Zufuhr als Referenzwert an. Die empfohlene Menge hängt vom Alter ab und weicht in einigen Fällen für schwangere oder stillende Frauen ab.

In Bezug auf Natrium hält die DGE nun für alle Personen ab 15 Jahren 1500 mg täglich für angemessen. Als angemessene Chlorid-Zufuhr in dieser Altersgruppe beziffert sie 2300 mg pro Tag, für Kalium sind es 4000 mg pro Tag. Stillende haben einen erhöhten Kalium-Bedarf von 4400 mg. Die Werte sind unter www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte auf der Website der DGE zu finden.

Natrium und Chlorid werden zu 80 bis 90 Prozent als Kochsalz aufgenommen. Hier liegt der offizielle Orientierungswert in Deutschland bei 6000 mg pro Tag. Das entspricht in etwa einem Teelöffel voll. Doch Salz wird vom Konsumenten nicht nur bewusst, etwa durch Nachsalzen, zugefügt, sondern liegt häufig versteckt vor: Das in Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Backwaren, Wurst, Käse, Fischkonserven und Fertiggerichten enthaltene Kochsalz macht den Großteil der täglichen Salzzufuhr aus. Nach Angaben der DGE mit Berufung auf die DEGS1-Studie nehmen die Deutschen mehr als doppelt so viel Natrium zu sich, wie angemessen wäre.

 

Natürlich haben alle Nährstoffe ihre Berechtigung: Natrium, Chlorid und Kalium beeinflussen maßgeblich den Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Base-Haushalt sowie den Blutdruck, und sie sind wichtige Elemente bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen. Laut DGE ist eindeutig belegt, dass eine hohe Natrium­chlorid-Zufuhr das Risiko für Bluthochdruck und damit für Herz-Kreislauf-Erkrankung steigert. »Eine kaliumreiche Ernährung kann bei Personen mit Bluthochdruck hingegen blutdrucksenkend wirken und das Risiko für Schlag­anfall reduzieren«, schreibt die DGE. Daher empfiehlt die DGE mehr Lebens­mittel, die von Natur aus viel Kalium, aber wenig Natrium enthalten. Hierzu zählen Gemüse wie Spinat, Grünkohl und Pilze, Früchte (vor allem Bananen, Kiwi und Trockenobst), Nüsse und allgemein unverarbeitete Lebensmittel. /

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