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01.02.2011
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Mehr Umsatz mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln

 

PZ / Verschreibungspflichtige Arzneimittel dominieren das Geschäft der Apotheken immer stärker. Im Jahr 2010 hatten rezeptpflichtige Medikamente einen Anteil von 82,8 Prozent am Gesamtumsatz der öffentlichen Apotheken, berichtet der Branchendienst Insight Health. Absolut erhöhte sich der Umsatz mit diesen Arzneimitteln um 4,8 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro. Damit stiegt der Umsatz in diesem Segment im vierten Jahr in Folge um knapp fünf Prozent jährlich. Der Umsatz mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln ging hingegen zurück und sank gegenüber 2009 um 3,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro im Jahr 2010. Rückläufig war auch die Packungsmenge: So ging die Anzahl verschreibungspflichtiger Arzneimittelpackungen im Jahr 2010 um 2,7 Prozent auf 719 Millionen Einheiten zurück und die der apothekenpflichtigen um 4,1 Prozent auf 650 Millionen Einheiten. Dass der Gesamtumsatz trotz des Rückgangs bei der Packungsmenge zunahm, liegt laut Insight Health an den gestiegenen Packungspreisen für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Ihr durchschnittlicher Preis lag 2010 bei 29,50 Euro pro Packung. Das waren 2,10 Euro mehr als im Jahr 2009.

 

Merck denkt über Verkauf des Verbrauchergeschäfts nach

 

dpa / Der Pharma- und Chemiekonzern Merck prüft den Verkauf seines Verbrauchergeschäfts. Die Zukäufe, die für die Wettbewerbsfähigkeit der Sparte nötig wären, seien momentan zu teuer, sagte Unternehmenschef Karl-Ludwig Kley der »Financial Times« am Montag dieser Woche. Daher sei ein Verkauf der Sparte nicht auszuschließen. Sollte Merck sein Verbrauchergeschäft abstoßen, würde in der Pharmasparte nur noch das Segment mit forschungsintensiven und patentgeschützten Präparaten verbleiben. Das Geschäft ist zwar margenstärker als das mit rezeptfreien Alltagsprodukten, aber auch risikoreicher.

 

Novartis-Umsatz wächst stark dank neuer Medikamente

 

dpa / Die gestiegene Nachfrage nach neuen Produkten hat die Geschäfte des schweizerische Pharmakonzern Novartis 2010 brummen lassen. Der Reingewinn erhöhte sich um 18 Prozent auf knapp 10 Milliarden US-Dollar (7,3 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen vorige Woche in Basel mit. Das operative Ergebnis kletterte um 15 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar, der Umsatz erhöhte sich um 14 Prozent auf 50,6 Milliarden Dollar. Für das Geschäftsjahr 2010 kündigte das Unternehmen die 14. Dividendenerhöhung in Folge an. In der Pharma-Sparte, dem größten Standbein von Novartis, wurde mit jüngst eingeführten Produkten ein Umsatz von 10,4 Milliarden Dollar oder 21 Prozent des Konzern-Umsatzes erwirtschaftet. 2011 soll hier der Erlös im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen und damit weniger stark als im Vorjahr.

 

Bayer will Pharmasparte stärker von Leverkusen aus lenken

 

dpa / Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will Medienberichten zufolge strategische Entscheidungen seines Pharmageschäfts künftig stärker in Leverkusen als in Berlin treffen. Der Vorstand der Pharmasparte Bayer Schering Pharma in Berlin solle einen Teil seiner Zuständigkeiten an den Vorstand der Gesundheitssparte Bayer Health Care in Leverkusen abgeben, berichtete der Berliner »Tagesspiegel am Sonntag».

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