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Vorsicht bei Bufexamac

30.01.2006  13:09 Uhr

Vorsicht bei Bufexamac

PZ  Kontaktallergien unter Bufexamac-Therapie sind offensichtlich häufiger als bisher angenommen, weshalb von dem Einsatz Bufexamac-haltiger Zubereitungen abgeraten werden muss. Zu diesem Schluss kommt die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, nachdem 2005 eine Studie eine Sensibilisierungshäufigkeit von etwa 1,4 Prozent ermittelt hatte.

 

Der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken untersuchte dazu in 5,5 Jahren rund 40.000 Patienten mit Verdacht auf allergisches Kontaktekzem. Als Risikofaktoren gelten demnach eine weitere Sensibilisierung, eine anogenitale Ekzemlokalisation, eine atopischen Dermatitis, ein Ekzem der Beine sowie das weibliche Geschlecht.

 

Bereits seit längerem war bekannt, dass das frei verkäufliche Antiphlogistikum, das bei atopischer Dermatitis und anderen Ekzemen eingesetzt wird, Kontaktallergien auslösen kann (Lesen Sie dazu auch den Titelbeitrag der PZ 22/04). Da diese jedoch schwer von der Grunderkrankung zu unterscheiden sind, ist diese unerwünschte Arzneimittelwirkung vermutlich zu selten erkannt und gemeldet worden.

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