Pharmazeutische Zeitung online
Schweinegrippe-Impfung

Surveillance für Schwangere

26.01.2010
Datenschutz bei der PZ

PZ / Mit der Impfung gegen H1N1 wird in Deutschland erstmals eine Grippeimpfung in der Schwangerschaft explizit empfohlen. Alle Schwangeren, die sich impfen lassen wollen oder geimpft wurden, können sich zwecks Beratung und Überwachung der Verträglichkeit an das Institut für Embryonaltoxikologie in Berlin wenden.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat eine begleitende Überwachung zur Verträglichkeit von H1N1-Influenzaimpfstoffen in der Schwangerschaft angeregt. Im Rahmen dieses bundesweiten Projekts wird allen Schwangeren angeboten, sich im Berliner Pharmakovigilanzzentrum für Embryonaltoxikologie registrieren zu lassen. Gleichzeitig wird eine umfassende Beratung offeriert, auch zu anderen Medikamenten und deren Risiken in der Schwangerschaft.

Die Beratung ist unabhängig von der Teilnahme am Überwachungsprojekt. Wenn die Schwangere an der Nachbeobachtung teilnehmen möchte, wird sie mit ihrer Zustimmung sechs Wochen nach Erstkontakt und zwei Monate nach dem errechneten Geburtstermin mit einem Fragebogen vom Institut für Embryonaltoxikologie in Berlin angeschrieben, damit der weitere Verlauf der Schwangerschaft protokolliert werden kann. Das Studienprotokoll berücksichtigt datenschutzrechtliche Vorschriften und erhielt das Votum der zuständigen Ethikkommission.

 

Schwangere, die geimpft wurden oder Fragen zur Impfung haben, sollten sich telefonisch oder per Internet an das Institut für Embryonaltoxikologie in Berlin wenden. Für den Erstkontakt per Internet gibt es einen Online-Fragebogen. Behandelnde und impfende Ärzte können ebenfalls mit dem Institut Kontakt aufnehmen.

 

Das Berliner Institut für Embryonaltoxikologie arbeitet unabhängig von pharmazeutischen Herstellern und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Die im Rahmen des Impf-Projekts erhobenen Daten werden ausschließlich zur individuellen Beratung und, in anonymisierter Form, zur wissenschaftlichen Auswertung im Institut für Embryonaltoxikologie verwendet. /

Kontakt

Pharmakovigilanzzentrum Embryonaltoxikologie

Berliner Betrieb für Zentrale Gesundheitliche Aufgaben

Spandauer Damm 130, Haus 10

14050 Berlin

Telefon: 030 3030-8111, Fax: -8122

www.embryotox.de

mail(at)embryotox.de

Mehr von Avoxa