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Prämien

Mitarbeiter gezielt motivieren

14.01.2014
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Von Guido Michels / Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Mitarbeiter über Prämien zu motivieren und für gute Arbeit zu belohnen. Hier finden Sie einige Beispiele.

Prämien sind grundsätzlich an bestimmte Anforderungen oder Leistungen gebunden. Dabei kommen verschiedene Prämienformen infrage.


Einzelprämie

 

Bei diesem Modell dient der Umsatz als Bezugsgröße: Mitarbeiter erhalten eine Verkaufsprämie, deren Höhe sich nach dem erzielten Gesamtumsatz pro Kopf richtet. Als Ergänzung kann ein Basiswert vereinbart werden, ab dem überhaupt erst eine Prämie gezahlt wird. Beispielrechnung: Eine approbierte Vollzeitkraft erzielt einen Bar- und GKV-Umsatz von 400 000 Euro im Jahr, was mit einer Jahresprämie von 0,5 Prozent oder 2000 Euro belohnt wird.

 

Alternativ kann eine Stückprämie beziehungsweise Umsatzprämie für den Verkauf vereinbart werden, so zum Beispiel ein Bonus von 5 Euro bei Verkauf eines Blutdruckmessgeräts. Darüber hinaus kann die Prämie auch an das Erreichen von Einzelzielen wie etwa eine QM-Zertifizierung geknüpft werden. Eine Prämie von 50 Cent pro ausgegebener Kundenkarte spornt an, die Patienten auf die Vorteile der Karte hinzuweisen. Die Prämienansprüche können in die EDV eingegeben und den Verkaufsvorgängen zugeordnet werden. Alternativ können auch manuelle Belege angelegt werden. Diese werden monatlich abgerechnet und müssen mit dem übrigen Gehalt versteuert werden.

 

Mit Einzelprämien kann man zielgerichtet motivieren und Verhaltensänderungen anstoßen. Sie haben aber den Nachteil, dass sie das Konkurrenz- und Bereichsdenken fördern. Zudem entsteht eventuell ein Gerangel um Tätigkeiten, die eine Prämie versprechen – andere wichtige Arbeiten bleiben liegen.

 

Teamprämie

 

Hierbei handelt es sich um eine Gruppenprämie für das Erreichen eines bestimmten Ziels. Zu solchen Zielvorgaben zählen: Steigerung des Umsatzes überhaupt oder die Steigerung über einen bestimmten Basiswert hinaus, Erhöhung der Kunden- oder Rezeptzahl oder die Steigerung des durchschnitt­lichen Umsatzes je Kunde im OTC-Bereich. Eine Regelung in Bezug auf Sonderumsätze etwa bei speziellen Großaufträgen verhindert hohe Prämienzahlungen, die nicht auf das Konto der Mitarbeiter gehen.

 

Ein Beispiel für eine umsatzbezogene Prämie: Bemessungsgrundlage ist der Umsatz eines Quartals im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ist dieser gestiegen, was ein Testat des Steuerberaters verifizieren sollte, gibt es eine Prämie von zum Beispiel 5 Prozent des Mehrumsatzes. In der Pro-Kopf-Verteilung der Prämie werden Teilzeitkräfte gemäß der tatsächlich geleisteten Stunden berücksichtigt, ein Ausschluss erfolgt eventuell für Praktikanten, Auszubildende, Reinigungskräfte oder Fahrer. Die Prämien werden quartalsweise mit dem Monatsgehalt nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen ausgezahlt.

 

Die Teamprämie hat den Vorteil, dass sie den Zusammenhalt im Team fördert und das Konkurrenzdenken untereinander verhindert. Allerdings ist die Motivationswirkung auf den Einzelnen geringer.

 

Incentives

 

Ohne Verwaltungsaufwand und unmittelbarer wirken spontane, persönliche Zuwendungen für engagierte Mitarbeiter. Diese müssen nicht in Form von Geld erfolgen. Fantasievollen Prämien sind keine Grenzen gesetzt: Einladung zum Apothekertag, Teilnahme an einem Fortbildungskongress, Besuch eines Musicals oder die beliebte Weihnachtsfeier. Auch ein Lob für eine besonders gute Arbeit ist eine Belohnung. Eine weitere Möglichkeit ist, Verbesserungsvorschläge, die Mitarbeiter unterbreitet haben, zu honorieren.

 

Sporadische persönliche Zuwendungen kommen gut an, wenn die Leistung mit der Belohnung in unmittelbarem Einklang steht. Daher sollten auch Incentives an Anlässe gebunden werden. /

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