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DPhG

Mehr tun gegen Lieferengpässe

10.01.2018
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Von Anna Pannen / Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) fordert, besonders wichtige Medikamente besser vor Lieferengpässen zu schützen (lesen Sie dazu auch Seite 71 in der Printausgabe 01/02/2018).

 

Es müsse eine Liste solcher Mittel geben, die verbindlich festlegt, dass »deren kurzfristige Verfügbarkeit jederzeit gewährleistet ist«, so die DPhG in einem Statement. Zwar führt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf seiner Homepage bereits eine ähnliche Liste. Diese sieht jedoch keine verbindlichen Regeln für Arzneimittel-Hersteller vor.

 

Beim BfArM heißt es nur, die gelisteten Arzneimittel unterlägen einer »besonders engmaschigen behördlichen Überwachung«. Bei Problemen im Zusammenhang mit diesen Medikamenten trete man besonders schnell mit den Herstellern in Dialog und suche nach Lösungen. Verbindliche Vorschriften, wie viele der besonders wichtigen Präparate Unternehmen herstellen und lagern müssen, gibt es nicht.

 

Die DPhG will hier offenbar nachlegen. Man plane einen Runden Tisch mit Politikern, Krankenkassenvertretern und anderen beteiligten Gruppen, erklärte die Organisation. Dabei wolle man über die BfArM-Liste diskutieren und auch über die Frage, ob es mehr verbindliche Regeln für Hersteller geben muss, sagte DPhG-Geschäftsführer Michael Stein. Wann der Runde Tisch stattfinden soll, steht noch nicht fest. /

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