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Actavis heißt nun Puren

12.01.2016  14:53 Uhr

Von Ev Tebroke / Das Pharmaunternehmen Actavis Deutschland mit Sitz in München firmiert seit Jahresbeginn unter dem Namen der ehemaligen deutschen Traditionsmarke Puren – und besinnt sich so auf seine Wurzeln.

Oft bedeutet ein neuer Name auch eine neue Unternehmensstruktur. Im Fall von Puren bleibt aber alles beim Alten. Außer dem neuen Namen werde sich sowohl am Standort als auch für die Mitarbeiter nichts ändern, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Was das Portfolio betrifft, so setzt man demnach weiterhin auf das bewährte Mehrsäulenkonzept.

 

»Wir bauen auch in Zukunft auf eine breite Aufstellung im Rabattvertragssegment«, so Puren-Geschäftsführer Martin Schwarz. Darüber hinaus lege das Unternehmen weiterhin den Fokus auf sein Spezialitätengeschäft bestehend aus Onkologika, Lokalanästhetika und Antibiotika für Klinik und Praxis. Zudem sollen unter anderem der Bereich OTC sowie das Geschäft mit Altoriginalen von zen­traler Bedeutung bleiben.

 

Auch sonst bleibt alles wie bisher: Die Herstellernummer ist weiterhin 574, alle aktuellen Rabattverträge laufen unter dem neuen Namen weiter. Was das bestehende Portfolio betrifft, so werden nach Unternehmensangaben alle Actavis-Produkte zunächst ihre Handelsnamen und PZN-Nummern beibehalten. Die sukzessive Umstellung eines Großteils der Produkte auf den Namen Puren soll dann innerhalb der nächsten beiden Jahre erfolgen. Neueinführungen würden seit Jahresbeginn direkt unter der neuen Marke firmieren, heißt es.

 

Der neue Firmenname ist nicht weit hergeholt – letztlich ist Puren immer schon ein Teil von Actavis Deutschland gewesen. Das Portfolio des bereits in den 1980er-Jahren etablierten Generikaherstellers mit dem Roten-Punkt-­Logo war nach einigen strategischen Übernahmen zuletzt 2006 von Actavis Island gekauft worden. Nach der Übernahme des Westeuropa-Geschäfts von Actavis im April 2014 durch den indischen Generikahersteller Aurobindo bedurfte es nun für den Standort Deutschland eines neuen Namens.

 

Auf Unternehmensebene wären die Nutzungsrechte für die Marke Actavis demnächst ausgelaufen, erläuterte Ludwig Decker, Marketing- und Verkaufsleiter Generika. Man habe sich daher für den traditionsreichen Namen Puren entschieden, der zudem eine deutliche Unterscheidung von der Schwesterfirma Aurobindo Deutschland erlaube.

 

Aufgrund der Historie war der Name im Eigentum des Unternehmens. Diese Lösung habe sich, auch nach einem großen Workshop mit Apothekern, als guter Weg herauskristallisiert. /

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