Pharmazeutische Zeitung online
Frühe Nutzenbewertung

Bald einhundert Wirkstoffe geprüft

07.01.2015
Datenschutz bei der PZ

Von Ev Tebroke / Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zieht eine positive Bilanz mit Blick auf die frühen Nutzenbewertung. Wie der Ausschuss mitteilte, steht demnächst die Bewertung des hundertsten Wirkstoffs an.

 

Seit Einführung des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG) vor vier Jahren haben demnach 21 Prozent der bewerteten Arzneimittel einen beträchtlichen Zusatznutzen. 

 

Im Bereich der Onkologika wurden nach Angaben des G-BA sogar 43 Prozent in diese Nutzenkategorie eingestuft. 25 Prozent wiederum bekamen nur einen geringen Zusatznutzen attestiert. Bei 8 Prozent der geprüften Medikamente war die Nutzenbewertung positiv, der Zusatznutzen aber nicht quantifizierbar.

 

Insgesamt konnten damit in den vergangenen vier Jahren bislang rund 55 Prozent aller Bewertungsverfahren eine Überlegenheit des neu bewertenden Wirkstoffes gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie zeigen, heißt es. Jedoch sei in vielen Fällen ein Zusatznutzen nicht für das gesamte Anwendungsgebiet, sondern nur für Teilpopulationen ausgesprochen worden. Nach Ansicht des G-BA Vorsitzenden Josef Hecken bestätigen die Bewertungen die Erkenntnis, dass nicht alles was neu, auch automatisch besser als die zweckmäßige Vergleichstherapie ist. /

Mehr von Avoxa