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Leberfibrose
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Auf diese Risikofaktoren reagieren Frauen sensibler

Eine aktuelle Querschnittstudie zeigt, dass Frauen empfindlicher auf bestimmte Risikofaktoren für eine Leberfibrose reagieren als Männer. Im Wesentlichen betrifft dies zwei metabolische Erkrankungen. Verstärkt wird das Risiko zusätzlich durch den sinkenden Estrogenspiegel nach der Menopause.
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 13.04.2026  10:00 Uhr

Warum reagieren Frauen so sensibel?

Grundsätzlich begünstigt eine viszerale Adipositas Faktoren, die zu einer Leberfibrose beitragen – etwa  Insulinresistenz, Dyslipidämie, erhöhte Lipotoxizität sowie eine vermehrte Produktion proinflammatorischer Zytokine.

Die Autoren vermuten, dass die empfindlichere Reaktion von Frauen auf bestimmte Risikofaktoren mit dem sinkenden Estrogenspiegel und der damit nachlassenden hepatoprotektiven Wirkung nach der Menopause zu erklären sei. Das mittlere Alter der 2992 untersuchten Frauen betrug 49 Jahre. Wenn die Estrogenproduktion wegfalle, beeinflusse dies das Stoffwechselprofil und die Lebergesundheit.

So werde bei Frauen eine viszerale Adipositas gefördert und der Adiponektinspiegel sinke, wodurch ein metabolisches Syndroms begünstig werde. Störungen im Glucosestoffwechsel bewirkten zudem eine erhöhte Lipogenese, oxidativen Stress und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine. Ebenso triggert ein gestörtes Insulinsignal eine Umverteilung von viszeralem zu subkutanem Fett, wodurch die Leber verstärkt freien Fettsäuren und Entzündungsmediatoren ausgesetzt werde. Diese Faktoren können eine Fibrose verschlechtern.

Allerdings, schränken die Autoren ein, seien keine Daten zum Menopausenstatus verfügbar gewesen und die Teilnehmer seien nur einmalig im Rahmen der NHANES-Erhebung befragt und untersucht worden. Die Studie zeige aber auch ohne diese Daten, dass kardiometabolische Risikofaktoren auch die Leber schädigen.

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